Aktuelles
Aus neuer Perspektive zu betrachten - ab November im Buchhandel
Thomas Mann
Betrachtungen eines Unpolitischen
Herausgegeben und textkritisch durchgesehen
von Hermann Kurzke
Wie ein Monolith steht dieser gewaltige Essay im Werk Thomas Manns. Die »Betrachtungen eines Unpolitischen« werden gerne als konservatives Pamphlet, als Beleg für Thomas Manns reaktionäre Gesinnung während des Ersten Weltkriegs aufgefasst. Hermann Kurzke gelingt in seiner Neuedition eine andere und aufregende Lesart, die den Text in den liberalen Diskurs zurückholt. Zahlreiche Zeugnisse und Quellen, die Kurzke während seiner jahrelangen Beschäftigung mit den »Betrachtungen« nachweisen konnte, legen nahe, den Essay als mal leidenschaftliches, mal ironisch gebrochenes Zeugnis eines permanenten Selbstwiderspruchs zu lesen. Eines der zentralen Werke Thomas Manns wird mit dieser Edition endlich neu erschlossen.
Thomas Mann
Betrachtungen eines Unpolitischen
Herausgegeben und textkritisch durchgesehen
von Hermann Kurzke
Wie ein Monolith steht dieser gewaltige Essay im Werk Thomas Manns. Die »Betrachtungen eines Unpolitischen« werden gerne als konservatives Pamphlet, als Beleg für Thomas Manns reaktionäre Gesinnung während des Ersten Weltkriegs aufgefasst. Hermann Kurzke gelingt in seiner Neuedition eine andere und aufregende Lesart, die den Text in den liberalen Diskurs zurückholt. Zahlreiche Zeugnisse und Quellen, die Kurzke während seiner jahrelangen Beschäftigung mit den »Betrachtungen« nachweisen konnte, legen nahe, den Essay als mal leidenschaftliches, mal ironisch gebrochenes Zeugnis eines permanenten Selbstwiderspruchs zu lesen. Eines der zentralen Werke Thomas Manns wird mit dieser Edition endlich neu erschlossen.
Neuerscheinung ab 6. Oktober 2009
Thomas Mann
Essays VI
1945-1950
Herausgegeben und textkritisch durchgesenen
von Herbert Lehnert
In den Jahren nach der Kapitulation Deutschlands steht die Frage nach der moralischen Schuld der Deutschen im Zentrum von Thomas Manns essayistischer Publizistik. Thomas Mann, der im Juni 1944 amerikanischer Staatsbürger wurde, entscheidet sich gegen eine Rückkehr nach Deutschland und verteidigt diese Entscheidung mit den moralischen Grundsätzen der Politik Roosevelts. Neben den politischen Schriften beinhaltet der Band bedeutende Essays wie »Dostojewski mit Maßen«, »Nietzsches Philosophie im Lichte unserer Erfahrung«, »Goethe und die Demokratie« sowie die umfangreiche ›Entstehung des Doktor Faustus‹.
Thomas Mann
Essays VI
1945-1950
Herausgegeben und textkritisch durchgesenen
von Herbert Lehnert
In den Jahren nach der Kapitulation Deutschlands steht die Frage nach der moralischen Schuld der Deutschen im Zentrum von Thomas Manns essayistischer Publizistik. Thomas Mann, der im Juni 1944 amerikanischer Staatsbürger wurde, entscheidet sich gegen eine Rückkehr nach Deutschland und verteidigt diese Entscheidung mit den moralischen Grundsätzen der Politik Roosevelts. Neben den politischen Schriften beinhaltet der Band bedeutende Essays wie »Dostojewski mit Maßen«, »Nietzsches Philosophie im Lichte unserer Erfahrung«, »Goethe und die Demokratie« sowie die umfangreiche ›Entstehung des Doktor Faustus‹.
Ein neuer Weg: Thomas Mann direkt aus dem Internet
Mit der Großen Kommentierten Frankfurter Ausgabe der Werke Thomas Manns (GKFA) geht der S. Fischer Verlag nun einen neuen Weg: Wir bieten die philologisch revidierten Texte Thomas Manns und die aspektreichen Kommentare der Standardausgabe nunmehr nicht nur in Buchform an, sondern auch digital. Dies ist für ein Editionsprojekt dieser Größenordnung einmalig. Sämtliche bislang erschienenen Essays und Erzählungen Thomas Manns bis hin zum „Tod in Venedig“ können als pdf-Dokument gegen Bezahlung heruntergeladen werden. Es handelt sich um die voll zitierfähigen Originaltexte der GKFA in deren Typographie und Seitenzählung. Es besteht die Möglichkeit, sich sowohl die Texte Thomas Manns unkompliziert schicken zu lassen als auch die Kommentare unserer Experten separat zu beziehen – ideal für den Gebrauch an Schule und Universität. Zum gleichen Preis kann aber auch das Gesamtpaket aus Text und Kommentar in einer Datei bezogen werden.
Für die Erzählungen klicken Sie hier:
http://www.thomasmann.de/thomasmann/werk/die_werke_im_ueberblick/erzaehlungen
Für die Essays, wählen Sie den betreffenden Link aus der Liste aus:
http://www.thomasmann.de/thomasmann/werk/die_werke_im_ueberblick/essays
Weltweit und jeder Zeit mit Thomas Mann-Texten auf ihrem Computer arbeiten
Die Vorteile liegen auf der Hand: Diese wichtigen Texte des Nobelpreisträgers sind nun weltweit unter Wahrung der Urheberrechte zu beziehen, gleich ob am späten Abend oder frühmorgens – eben, wann immer Sie sich mit Thomas Mann beschäftigen wollen. Das pdf-Format als eines der gebräuchlichsten Dokumentenformate weltweit ermöglicht eine Volltextsuche, die ideal für die Orientierung in umfangreicheren Texten und für philologische Fragestellungen ist. Nie wieder müssen Sie beispielsweise wichtige Kommentartexte in Kopiestapeln oder Bibliotheksregalen suchen, sondern können die Informationen auf Ihrem Computer zum eigenen Gebrauch speichern und verwalten.
Der hohe Standard der Edition und sofortiger Service zum fairen Preis
Wie hinter jeder wissenschaftlichen Ausgabe steckt hinter der GKFA viel Arbeit und ein hoher Qualitätsstandard. Die Edition wird im Buchhandel als bibliophile, hochwertige und gebundene Ausgabe angeboten und steht in allen guten Bibliotheken zur Verfügung. Sie erschließt nach und nach das Gesamtwerk. Durch das Internetangebot sollen zusätzlich jene Leser erreicht werden, deren Interesse sich auf einzelne weniger umfangreiche Werke richtet, mit denen sie gezielt arbeiten wollen, beispielsweise einzelnen Essays und Erzählungen. Da wir dieses Angebot nicht als Konkurrenz gegenüber dem klassischen Buchhandel verstanden wissen möchten, kosten die hier zur Verfügung gestellten ca. 350 Texte leicht mehr als das gekaufte Buch oder die Kopie aus der Bibliothek. Dafür haben Sie von Ihrem Computer aus direkten Zugriff und erwerben eine urheberrechtlich unbedenkliche Datei. Für alle Texte gelten gestaffelte Mindestumsatzpreise von 1,50 bis 2,50 EUR. Der Textumfang sowie die Preise werden stets angezeigt und erstrecken sich von 1 bis 260 Seiten. Eine Warenkorbfunktion ist nicht vorgesehen.
Drei Klicks zum Download
ber die Suchfunktion der S. Fischer Verlagsseite oder über die Rubrik „Werke“ auf www.thomasmann.de können Sie die einzelnen Titel auswählen. Klicken Sie anschließend auf das dunkelrote pdf-Feld. Dann können Sie sich zwischen zwei Zahlverfahren entscheiden: für die Abwicklung per Kreditkarte oder ein telefonisches Abrechnungsverfahren. Nach Abschluss des Zahlvorgangs wird Ihnen die gewünschte Datei an Ihre E-Mailadresse geschickt.
Eine rechtlich saubere Lösung
Beachten Sie, dass diese Dateien nur zum eigenen Gebrauch gedacht sind und sie über einen Internetmarker aufgespürt werden können, wenn Sie sie rechtswidrig im Internet einstellen. Derlei Handlungen sind strafrechtlich relevant. Die Dateien sind durch eine zentrale Identifikationsnummer (DOI) urheberrechtlich geschützt. Die Preise schließen 19% Mehrwertsteuer mit ein.
Mit der Großen Kommentierten Frankfurter Ausgabe der Werke Thomas Manns (GKFA) geht der S. Fischer Verlag nun einen neuen Weg: Wir bieten die philologisch revidierten Texte Thomas Manns und die aspektreichen Kommentare der Standardausgabe nunmehr nicht nur in Buchform an, sondern auch digital. Dies ist für ein Editionsprojekt dieser Größenordnung einmalig. Sämtliche bislang erschienenen Essays und Erzählungen Thomas Manns bis hin zum „Tod in Venedig“ können als pdf-Dokument gegen Bezahlung heruntergeladen werden. Es handelt sich um die voll zitierfähigen Originaltexte der GKFA in deren Typographie und Seitenzählung. Es besteht die Möglichkeit, sich sowohl die Texte Thomas Manns unkompliziert schicken zu lassen als auch die Kommentare unserer Experten separat zu beziehen – ideal für den Gebrauch an Schule und Universität. Zum gleichen Preis kann aber auch das Gesamtpaket aus Text und Kommentar in einer Datei bezogen werden.
Für die Erzählungen klicken Sie hier:
http://www.thomasmann.de/thomasmann/werk/die_werke_im_ueberblick/erzaehlungen
Für die Essays, wählen Sie den betreffenden Link aus der Liste aus:
http://www.thomasmann.de/thomasmann/werk/die_werke_im_ueberblick/essays
Weltweit und jeder Zeit mit Thomas Mann-Texten auf ihrem Computer arbeiten
Die Vorteile liegen auf der Hand: Diese wichtigen Texte des Nobelpreisträgers sind nun weltweit unter Wahrung der Urheberrechte zu beziehen, gleich ob am späten Abend oder frühmorgens – eben, wann immer Sie sich mit Thomas Mann beschäftigen wollen. Das pdf-Format als eines der gebräuchlichsten Dokumentenformate weltweit ermöglicht eine Volltextsuche, die ideal für die Orientierung in umfangreicheren Texten und für philologische Fragestellungen ist. Nie wieder müssen Sie beispielsweise wichtige Kommentartexte in Kopiestapeln oder Bibliotheksregalen suchen, sondern können die Informationen auf Ihrem Computer zum eigenen Gebrauch speichern und verwalten.
Der hohe Standard der Edition und sofortiger Service zum fairen Preis
Wie hinter jeder wissenschaftlichen Ausgabe steckt hinter der GKFA viel Arbeit und ein hoher Qualitätsstandard. Die Edition wird im Buchhandel als bibliophile, hochwertige und gebundene Ausgabe angeboten und steht in allen guten Bibliotheken zur Verfügung. Sie erschließt nach und nach das Gesamtwerk. Durch das Internetangebot sollen zusätzlich jene Leser erreicht werden, deren Interesse sich auf einzelne weniger umfangreiche Werke richtet, mit denen sie gezielt arbeiten wollen, beispielsweise einzelnen Essays und Erzählungen. Da wir dieses Angebot nicht als Konkurrenz gegenüber dem klassischen Buchhandel verstanden wissen möchten, kosten die hier zur Verfügung gestellten ca. 350 Texte leicht mehr als das gekaufte Buch oder die Kopie aus der Bibliothek. Dafür haben Sie von Ihrem Computer aus direkten Zugriff und erwerben eine urheberrechtlich unbedenkliche Datei. Für alle Texte gelten gestaffelte Mindestumsatzpreise von 1,50 bis 2,50 EUR. Der Textumfang sowie die Preise werden stets angezeigt und erstrecken sich von 1 bis 260 Seiten. Eine Warenkorbfunktion ist nicht vorgesehen.
Drei Klicks zum Download
ber die Suchfunktion der S. Fischer Verlagsseite oder über die Rubrik „Werke“ auf www.thomasmann.de können Sie die einzelnen Titel auswählen. Klicken Sie anschließend auf das dunkelrote pdf-Feld. Dann können Sie sich zwischen zwei Zahlverfahren entscheiden: für die Abwicklung per Kreditkarte oder ein telefonisches Abrechnungsverfahren. Nach Abschluss des Zahlvorgangs wird Ihnen die gewünschte Datei an Ihre E-Mailadresse geschickt.
Eine rechtlich saubere Lösung
Beachten Sie, dass diese Dateien nur zum eigenen Gebrauch gedacht sind und sie über einen Internetmarker aufgespürt werden können, wenn Sie sie rechtswidrig im Internet einstellen. Derlei Handlungen sind strafrechtlich relevant. Die Dateien sind durch eine zentrale Identifikationsnummer (DOI) urheberrechtlich geschützt. Die Preise schließen 19% Mehrwertsteuer mit ein.
Drehort Mengstraße
Der bekannte Filmregisseur Heinrich Breloer ("Die Manns") hat dieser Tage mit den Dreharbeiten am Originalschauplatz in Lübeck begonnen: in der Mengstraße, der Engelsgrube und auf dem Markt. Hier werden hunderte Statisten zum Einsatz kommen, Kutschen rattern nachts über Lübecks Kopfsteinpflaster. In den Hauptrollen sind Armin Müller-Stahl als TM und Justus von Dohnanyi als Benedix Grünlich zu sehen. Mit dabei sind auch Iris Berben, Jessica Schwarz und August Diehl. Diese Verfilmung wird nach einem Stummfilm, einem Zweiteiler der 1950-er Jahre, einer BBC-Produktion und dem monumentalen in Danzig gedrehten Elfteiler die fünfte Großverfilmung des Familienromans sein. Lübecks Oberbürgermeister Bernd Saxe freut es jedenfalls, dass die Buddenbrooks wieder nach Hause, nach Lübeck zurückgekehrt sind. Die örtliche Polizei legt Sonderschichten ein, um die Zaungäste der Dreharbeiten in Schach zu halten. Da sage noch einer, die "Buddenbrooks" lassen einen im Jahr 2007 kalt.
Der bekannte Filmregisseur Heinrich Breloer ("Die Manns") hat dieser Tage mit den Dreharbeiten am Originalschauplatz in Lübeck begonnen: in der Mengstraße, der Engelsgrube und auf dem Markt. Hier werden hunderte Statisten zum Einsatz kommen, Kutschen rattern nachts über Lübecks Kopfsteinpflaster. In den Hauptrollen sind Armin Müller-Stahl als TM und Justus von Dohnanyi als Benedix Grünlich zu sehen. Mit dabei sind auch Iris Berben, Jessica Schwarz und August Diehl. Diese Verfilmung wird nach einem Stummfilm, einem Zweiteiler der 1950-er Jahre, einer BBC-Produktion und dem monumentalen in Danzig gedrehten Elfteiler die fünfte Großverfilmung des Familienromans sein. Lübecks Oberbürgermeister Bernd Saxe freut es jedenfalls, dass die Buddenbrooks wieder nach Hause, nach Lübeck zurückgekehrt sind. Die örtliche Polizei legt Sonderschichten ein, um die Zaungäste der Dreharbeiten in Schach zu halten. Da sage noch einer, die "Buddenbrooks" lassen einen im Jahr 2007 kalt.
Der "Untertan" Heinrich Manns - revisited
"Der Untertan revisited. Vom Kaiserreich zum geteilten Deutschland" /
Heinrich Mann und Wolfgang Staudte / Erste große Ausstellung zu Buch und
Film im Buddenbrookhaus
Das Lübecker Buddenbrookhaus widmet dem Roman "Der Untertan" von Heinrich
Mann und dem gleichnamigen Film von Wolfgang Staudte erstmalig eine große
Ausstellung. "Der Untertan revisited. Vom Kaiserreich zum geteilten
Deutschland" wird am 12. August 2007 mit einer Veranstaltung am kaiserlichen
Reiterstandbild vor dem Lübecker Hauptbahnhof eröffnet.
Kurz nach seinem Erscheinen im Jahr 1918 wurde Heinrich Manns Analyse des
Kaiserreichs zum Beststeller. Der Autor avancierte mit dem Roman zur
mahnenden Autorität in der jungen Republik. Das Porträt des
Untertanengeistes, verkörpert durch den Untertan Diederich Heßling,
verstaubte im Laufe der Jahre allerdings nicht: Heßling wurde zum Prototyp
des deutschen Spießers, die deutsche Geschichte hielt die Analyse aktuell,
das Werk blieb ein dauerhaftes Zeugnis aufklärerischer Kultur. 1951 schuf
Wolfgang Staudte für die DEFA eine Verfilmung und schrieb damit ein Kapitel
deutscher Filmgeschichte im
Widerstreit: In Ostdeutschland wurde der Film gefeiert, in Westdeutschland
Opfer der später für verfassungswidrig erklärten Filmzensur. Anstoß erregen
vor allem Staudtes politische Aktualisierung.
Roman und Film sind nicht nur Zeitzeugnisse geschichtlicher Epochen und
entwerfen ebenso in ihrer Rezeptionsgeschichte ein zeitgenössisches
Panorama, sie thematisieren auch in ihrer je eigenen Ästhetik zeitlose
Fragen - nach dem Charakter der öffentlichen Seele, nach dem Verhältnis von
Individuum und Institution, von Bürger und Staat. Die Ausstellung im
Buddenbrookhaus nimmt diese verschiedenen Aspekte in den Blick. Sie lädt
damit nicht nur anhand von zahlreichen Originaldokumenten zu einer
kulturgeschichtlichen Zeitreise durch das vergangene Jahrhundert ein,
sondern wirft Fragen auf, die vor dem Hintergrund abnehmenden Interesses an
demokratischer Teilnahme drängender sind denn je.
Informationen zu Buch und Film, zur Ausstellung und zum Rahmenprogramm gibt
es unter www.untertan2007.de.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
"Der Untertan revisited. Vom Kaiserreich zum geteilten Deutschland" /
Heinrich Mann und Wolfgang Staudte / Erste große Ausstellung zu Buch und
Film im Buddenbrookhaus
Das Lübecker Buddenbrookhaus widmet dem Roman "Der Untertan" von Heinrich
Mann und dem gleichnamigen Film von Wolfgang Staudte erstmalig eine große
Ausstellung. "Der Untertan revisited. Vom Kaiserreich zum geteilten
Deutschland" wird am 12. August 2007 mit einer Veranstaltung am kaiserlichen
Reiterstandbild vor dem Lübecker Hauptbahnhof eröffnet.
Kurz nach seinem Erscheinen im Jahr 1918 wurde Heinrich Manns Analyse des
Kaiserreichs zum Beststeller. Der Autor avancierte mit dem Roman zur
mahnenden Autorität in der jungen Republik. Das Porträt des
Untertanengeistes, verkörpert durch den Untertan Diederich Heßling,
verstaubte im Laufe der Jahre allerdings nicht: Heßling wurde zum Prototyp
des deutschen Spießers, die deutsche Geschichte hielt die Analyse aktuell,
das Werk blieb ein dauerhaftes Zeugnis aufklärerischer Kultur. 1951 schuf
Wolfgang Staudte für die DEFA eine Verfilmung und schrieb damit ein Kapitel
deutscher Filmgeschichte im
Widerstreit: In Ostdeutschland wurde der Film gefeiert, in Westdeutschland
Opfer der später für verfassungswidrig erklärten Filmzensur. Anstoß erregen
vor allem Staudtes politische Aktualisierung.
Roman und Film sind nicht nur Zeitzeugnisse geschichtlicher Epochen und
entwerfen ebenso in ihrer Rezeptionsgeschichte ein zeitgenössisches
Panorama, sie thematisieren auch in ihrer je eigenen Ästhetik zeitlose
Fragen - nach dem Charakter der öffentlichen Seele, nach dem Verhältnis von
Individuum und Institution, von Bürger und Staat. Die Ausstellung im
Buddenbrookhaus nimmt diese verschiedenen Aspekte in den Blick. Sie lädt
damit nicht nur anhand von zahlreichen Originaldokumenten zu einer
kulturgeschichtlichen Zeitreise durch das vergangene Jahrhundert ein,
sondern wirft Fragen auf, die vor dem Hintergrund abnehmenden Interesses an
demokratischer Teilnahme drängender sind denn je.
Informationen zu Buch und Film, zur Ausstellung und zum Rahmenprogramm gibt
es unter www.untertan2007.de.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
Thomas Mann-Kongress in Lübeck
Thomas Mann war zeitlebens ein passionierter Theatergänger. Natürlich stand
die Begeisterung für das musikdramatische Werk am Anfang und begleitete ihn
ein Leben lang. Über den prägenden und tiefen Eindruck, den die
Lohengrin-Aufführungen im Lübecker Stadttheater bei Ihm hinterlassen haben,
hat er eindrucksvoll berichtet. Und es stellt keine Übertreibung dar,
sondern fasst wesentliche Beiträge der Thomas Mann Forschung der vergangenen
Jahrzehnte zusammen, wenn man sagt: Ohne den grundlegenden Einfluss Richard
Wagners wären seine Romane so nicht denkbar. Aber auch das Schauspiel hat
Entscheidendes bei ihm bewegt. Bis ins hohe Alter bezeugen die Tagebücher
und Briefe den Besuch von Theateraufführungen.
Anlässlich der Premiere von „Buddenbrooks“ und einer Aufführung von „Das
Rheingold“ wollen die Deutsche Thomas Mann-Gesellschaft und das Theater
Lübeck diesen Spuren in einer gemeinsamen Tagung nachgehen. Erstmals wendet
sich die Thomas Mann Gesellschaft dabei mit einer eigenen Veranstaltung auch
an die Lehrerinnen und Lehrer. In einem gemeinsam mit dem Theater Lübeck
geplanten Workshop wollen wir die didaktischen Möglichkeiten des Themas
ausloten und konkret für den Unterricht nutzbar machen.
FREITAG, 28. SEPTEMBER 2007
Kammerspiele, Theater Lübeck
9.15 Uhr
Begrüßung durch den Präsidenten Prof. Dr. Hans Wißkirchen Grußwort durch die
Kultursenatorin der Hansestadt Lübeck, Annette Borns
Sektion „Thomas Mann und die Oper“
9.30 Uhr
Prof. Dr. Dr. hc. Eckhard Heftrich (Malsburg-Marzell): Thomas Manns und
Wagners Ring des Nibelungen
10.15 Uhr
Prof. Dr. Hans Rudolf Vaget (Northampton): Wagner im amerikanischen Exil
11.00 Uhr
Kaffeepause
11.30 Uhr
Prof. Dr. Volker Scherliess (Lübeck):
„... ist aber dabei ganz große Musik“. Thomas Mann und die italienische Oper
12.15 Uhr
Diskussion mit den drei Referenten
16.00 Uhr
Studio Theater Lübeck
Didaktisches Angebot für Lehrer: Buddenbrooks im Theater mit Pit Holzwarth,
Michael Birkner, Werner Brenner und Ursula Häckermann
18.00 Uhr
Kulturforum Burgkloster
Verleihung des Förderpreises der Deutschen Thomas Mann-Gesellschaft e.V.
SONNABEND, 29. SEPTEMBER 2007
Kammerspiele, Theater Lübeck
Sektion „Thomas Mann und das Drama“
9.30 Uhr
Prof. Dr. Heinrich Detering (Göttingen):
Hexenmeister und Zauberlehrling - Thomas Mann und Henrik Ibsen
10.15 Uhr
Prof. Dr. Elisabeth Galvan (Neapel):
„Fiorenza“ - auf dem Theater und hinter den Kulissen
11.30 Uhr
Prof. Dr. Andrea Bartl (Augsburg):
Auf der Suche nach der „neuen Bühne“. Thomas Mann und die Münchner
Theaterszene
12.15 Uhr
Diskussion mit den drei Referenten
13.30 Uhr
Mittagspause
16.00 Uhr
Workshop der Jungen Thomas Mann-Forscher Anna Kinder (Heidelberg):
Geldströme – Das Thema Geld im Werk Thomas Manns Christian Baier (Tübingen):
Figuren des „Genialen“ in Thomas Manns Romanen
Moderation: Tim Lörke, Christian Müller
17.30 Uhr
Führung durch die Ausstellung im Buddenbrookhaus oder im Museum Behnhaus
Drägerhaus
19.30 Uhr
Theater Lübeck, Großes Haus
Premiere: „Buddenbrooks“. nach dem Roman von Thomas Mann, bearbeitet für die
Bühne von John von Düffel. Inszenierung Pit Holzwarth
SONNTAG, 30. SEPTEMBER 2007
Kammerspiele, Theater Lübeck
Sektion „Thomas Mann-Dramatisierungen“
9.30 Uhr
Dr. Daniela Langer (Göttingen):
Frauen, Männer und Geschwister. Familien- und Gendermodelle in zweierlei
Buddenbrooks
10.15 Uhr
Prof. Dr. Hans Wißkirchen (Lübeck):
„Er wird wachsen mit der Zeit…“. Zur Aktualität des Buddenbrook-Romans
11.00 Uhr
Kaffeepause
11.30 Uhr
Diskussion mit den Referenten, Pit Holzwarth und John von Düffel
13.00 Uhr
Verabschiedung durch den Präsidenten
16.00 Uhr
Theater Lübeck, Großes Haus
Richard Wagner „Das Rheingold“
Thomas Mann war zeitlebens ein passionierter Theatergänger. Natürlich stand
die Begeisterung für das musikdramatische Werk am Anfang und begleitete ihn
ein Leben lang. Über den prägenden und tiefen Eindruck, den die
Lohengrin-Aufführungen im Lübecker Stadttheater bei Ihm hinterlassen haben,
hat er eindrucksvoll berichtet. Und es stellt keine Übertreibung dar,
sondern fasst wesentliche Beiträge der Thomas Mann Forschung der vergangenen
Jahrzehnte zusammen, wenn man sagt: Ohne den grundlegenden Einfluss Richard
Wagners wären seine Romane so nicht denkbar. Aber auch das Schauspiel hat
Entscheidendes bei ihm bewegt. Bis ins hohe Alter bezeugen die Tagebücher
und Briefe den Besuch von Theateraufführungen.
Anlässlich der Premiere von „Buddenbrooks“ und einer Aufführung von „Das
Rheingold“ wollen die Deutsche Thomas Mann-Gesellschaft und das Theater
Lübeck diesen Spuren in einer gemeinsamen Tagung nachgehen. Erstmals wendet
sich die Thomas Mann Gesellschaft dabei mit einer eigenen Veranstaltung auch
an die Lehrerinnen und Lehrer. In einem gemeinsam mit dem Theater Lübeck
geplanten Workshop wollen wir die didaktischen Möglichkeiten des Themas
ausloten und konkret für den Unterricht nutzbar machen.
FREITAG, 28. SEPTEMBER 2007
Kammerspiele, Theater Lübeck
9.15 Uhr
Begrüßung durch den Präsidenten Prof. Dr. Hans Wißkirchen Grußwort durch die
Kultursenatorin der Hansestadt Lübeck, Annette Borns
Sektion „Thomas Mann und die Oper“
9.30 Uhr
Prof. Dr. Dr. hc. Eckhard Heftrich (Malsburg-Marzell): Thomas Manns und
Wagners Ring des Nibelungen
10.15 Uhr
Prof. Dr. Hans Rudolf Vaget (Northampton): Wagner im amerikanischen Exil
11.00 Uhr
Kaffeepause
11.30 Uhr
Prof. Dr. Volker Scherliess (Lübeck):
„... ist aber dabei ganz große Musik“. Thomas Mann und die italienische Oper
12.15 Uhr
Diskussion mit den drei Referenten
16.00 Uhr
Studio Theater Lübeck
Didaktisches Angebot für Lehrer: Buddenbrooks im Theater mit Pit Holzwarth,
Michael Birkner, Werner Brenner und Ursula Häckermann
18.00 Uhr
Kulturforum Burgkloster
Verleihung des Förderpreises der Deutschen Thomas Mann-Gesellschaft e.V.
SONNABEND, 29. SEPTEMBER 2007
Kammerspiele, Theater Lübeck
Sektion „Thomas Mann und das Drama“
9.30 Uhr
Prof. Dr. Heinrich Detering (Göttingen):
Hexenmeister und Zauberlehrling - Thomas Mann und Henrik Ibsen
10.15 Uhr
Prof. Dr. Elisabeth Galvan (Neapel):
„Fiorenza“ - auf dem Theater und hinter den Kulissen
11.30 Uhr
Prof. Dr. Andrea Bartl (Augsburg):
Auf der Suche nach der „neuen Bühne“. Thomas Mann und die Münchner
Theaterszene
12.15 Uhr
Diskussion mit den drei Referenten
13.30 Uhr
Mittagspause
16.00 Uhr
Workshop der Jungen Thomas Mann-Forscher Anna Kinder (Heidelberg):
Geldströme – Das Thema Geld im Werk Thomas Manns Christian Baier (Tübingen):
Figuren des „Genialen“ in Thomas Manns Romanen
Moderation: Tim Lörke, Christian Müller
17.30 Uhr
Führung durch die Ausstellung im Buddenbrookhaus oder im Museum Behnhaus
Drägerhaus
19.30 Uhr
Theater Lübeck, Großes Haus
Premiere: „Buddenbrooks“. nach dem Roman von Thomas Mann, bearbeitet für die
Bühne von John von Düffel. Inszenierung Pit Holzwarth
SONNTAG, 30. SEPTEMBER 2007
Kammerspiele, Theater Lübeck
Sektion „Thomas Mann-Dramatisierungen“
9.30 Uhr
Dr. Daniela Langer (Göttingen):
Frauen, Männer und Geschwister. Familien- und Gendermodelle in zweierlei
Buddenbrooks
10.15 Uhr
Prof. Dr. Hans Wißkirchen (Lübeck):
„Er wird wachsen mit der Zeit…“. Zur Aktualität des Buddenbrook-Romans
11.00 Uhr
Kaffeepause
11.30 Uhr
Diskussion mit den Referenten, Pit Holzwarth und John von Düffel
13.00 Uhr
Verabschiedung durch den Präsidenten
16.00 Uhr
Theater Lübeck, Großes Haus
Richard Wagner „Das Rheingold“
Eine Viertelmillion Thomas-Mann-Interessenten
Am 1. März 2005 nahm diese Seite ihren Betrieb auf, sie sollte insbesondere auf den 50. Todestag Thomas Manns hinweisen. Seit den ersten Monaten stieg der Zuspruch stetig. Mehr als 10.000 User besuchen unsere Seite monatlich, jeder 20. verweilt länger als eine halbe Stunde. Mehr als 500 Personen beteiligen sich seitdem an unserem Forum, weit über 120 Lesebegegnungen wurden eingesandt. Der Wissenschaftsbereich stellt zahlreiche Informationen zur Verfügung: Dissertationen, Examensarbeiten, Essays, Rezensionen. Wir freuen uns nun besonders auf den 250.000. Besucher unserer Seite. Zur Feier dieses Anlasses verlost der S. Fischer Verlag unter den zehn ersten Antworten ein komplettes Pakte der bisher erschienenen Bände der "Großen Kommentierten Frankfurter Ausgabe".
Frage: Wann besuchte Thomas Mann seine "tschechische Heimat"?
Senden Sie Ihre Antwort unter der Rubrik "Kontakt" an die Redaktionsadresse! Viel Erfolg!
Am 1. März 2005 nahm diese Seite ihren Betrieb auf, sie sollte insbesondere auf den 50. Todestag Thomas Manns hinweisen. Seit den ersten Monaten stieg der Zuspruch stetig. Mehr als 10.000 User besuchen unsere Seite monatlich, jeder 20. verweilt länger als eine halbe Stunde. Mehr als 500 Personen beteiligen sich seitdem an unserem Forum, weit über 120 Lesebegegnungen wurden eingesandt. Der Wissenschaftsbereich stellt zahlreiche Informationen zur Verfügung: Dissertationen, Examensarbeiten, Essays, Rezensionen. Wir freuen uns nun besonders auf den 250.000. Besucher unserer Seite. Zur Feier dieses Anlasses verlost der S. Fischer Verlag unter den zehn ersten Antworten ein komplettes Pakte der bisher erschienenen Bände der "Großen Kommentierten Frankfurter Ausgabe".
Frage: Wann besuchte Thomas Mann seine "tschechische Heimat"?
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Tagung zur Biographie Thomas Manns
Die Akademie Sankelmark veranstaltet vom 1. bis zum 3. Juni 2007 eine Tagung zu Thomas Mann. Die Referate sind „Beiträge zur Biographik des Zauberers“. Die Liebe und der Tod, die politischen „Forderungen des Tages“ und die Mehrdeutigkeit der Religion sind die Schwerpunkte der Tagung, die sich Thomas Mann und seiner Familie annähern wird.
Thomas Manns Persönlichkeit ist ein Mysterium. Zeit seines Lebens hat der große Schriftsteller sein Leben als Kunstwerk zu gestalten versucht. Mit virtuoser Disziplin hielt er die Fassade der „Bürgerlichkeit“ aufrecht – und zugleich war er im Werk schonungslos frei. Es galt ihm, den Kult des „Künstlertums“ zu leben – und das auch und gerade inmitten seiner Familie. Bei Katia Mann und den Kindern hieß er hintersinnig „der Zauberer“.
Programmpunkte:
Verantwortungsvolle Ungebundenheit
Der junge Thomas Mann und der alte Theodor Fontane – „Künstlertum“ in der Moderne
Prof. Dr. Helmuth Nürnberger, Freienwill
Einstimmung in den Tag
Auf der Fährte des ‚Zauberers’
Hans Bürgin, der Spurensucher, in der literarischen Provinz
Dr. Christian Tilitzki, Berlin
Wo ich bin, ist Deutschland
Thomas Mann und die Politik: Vom „konservativen Revolutionär“ zum Gegenspieler Hitlers
Dr. Christian Tilitzki
Meine vorbestimmte Braut und Gefährtin
Thomas Mann, Tony Buddenbrook und Katia Pringsheim
Viola Roggenkamp, Hamburg
Wir hätten dort nicht atmen können
Erika Mann – eine jüdische Tochter
Viola Roggenkamp
„Die Manns – Ein Jahrhundertroman“ (Deutschland, 2001)
Filmvorführung in Auswahl
Einstimmung in den Tag
Die Glocken von Sankt Marien spielten zur Feier des Augenblicks sogar ‚Nun danket alle Gott’
Thomas Mann und das protestantische Lübeck in den „Buddenbrooks“
Dr. Ada Kadelbach, Lübeck
So hatte Abraham Gott entdeckt aus Drang zum Höchsten, hatte ihn lehrend weiter ausgeformt…
„Joseph und seine Brüder“
Einführung und Lesung: Klaus Juhl, Flensburg
Die Akademie Sankelmark veranstaltet vom 1. bis zum 3. Juni 2007 eine Tagung zu Thomas Mann. Die Referate sind „Beiträge zur Biographik des Zauberers“. Die Liebe und der Tod, die politischen „Forderungen des Tages“ und die Mehrdeutigkeit der Religion sind die Schwerpunkte der Tagung, die sich Thomas Mann und seiner Familie annähern wird.
Thomas Manns Persönlichkeit ist ein Mysterium. Zeit seines Lebens hat der große Schriftsteller sein Leben als Kunstwerk zu gestalten versucht. Mit virtuoser Disziplin hielt er die Fassade der „Bürgerlichkeit“ aufrecht – und zugleich war er im Werk schonungslos frei. Es galt ihm, den Kult des „Künstlertums“ zu leben – und das auch und gerade inmitten seiner Familie. Bei Katia Mann und den Kindern hieß er hintersinnig „der Zauberer“.
Programmpunkte:
Verantwortungsvolle Ungebundenheit
Der junge Thomas Mann und der alte Theodor Fontane – „Künstlertum“ in der Moderne
Prof. Dr. Helmuth Nürnberger, Freienwill
Einstimmung in den Tag
Auf der Fährte des ‚Zauberers’
Hans Bürgin, der Spurensucher, in der literarischen Provinz
Dr. Christian Tilitzki, Berlin
Wo ich bin, ist Deutschland
Thomas Mann und die Politik: Vom „konservativen Revolutionär“ zum Gegenspieler Hitlers
Dr. Christian Tilitzki
Meine vorbestimmte Braut und Gefährtin
Thomas Mann, Tony Buddenbrook und Katia Pringsheim
Viola Roggenkamp, Hamburg
Wir hätten dort nicht atmen können
Erika Mann – eine jüdische Tochter
Viola Roggenkamp
„Die Manns – Ein Jahrhundertroman“ (Deutschland, 2001)
Filmvorführung in Auswahl
Einstimmung in den Tag
Die Glocken von Sankt Marien spielten zur Feier des Augenblicks sogar ‚Nun danket alle Gott’
Thomas Mann und das protestantische Lübeck in den „Buddenbrooks“
Dr. Ada Kadelbach, Lübeck
So hatte Abraham Gott entdeckt aus Drang zum Höchsten, hatte ihn lehrend weiter ausgeformt…
„Joseph und seine Brüder“
Einführung und Lesung: Klaus Juhl, Flensburg
Tagung in Lübeck: Thomas Mann im Exil
Am Samstag, 5. Mai 2007, veranstaltet die Deutsche Thomas Mann-Gesellschaft begleitend zur Sonderausstellung „Pacific Palisades. Wege deutschsprachiger Schriftsteller ins kalifornische Exil 1932-1941“ im Lübecker Buddenbrookhaus einen Thementag mit dem Schwerpunkt „Thomas Mann im amerikanischen Exil“.
Von 14 bis 18 Uhr referieren im Gewölbekeller des Buddenbrookhauses Miriam Albracht (Düsseldorf), Dr. Michael Grisko (Lübeck) und Dr. Julia Schöll (Bamberg). Die Vorträge spannen den Bogen über den Alltag, die ästhetische Praxis bis hin zu den sozialen Netzwerken von Thomas Mann im amerikanischen Exil. Sie geben somit einen exemplarischen Einblick in die künstlerische Produktion unter den Bedingungen des Exils, als auch einen Einblick in den Alltag des Exilanten geprägt von der kalifornischen kulturellen Community und seinem Geltungs- und Inszenierungsbedürfnis als erfolgreicher Schriftsteller und Intellektueller.
Samstag, 5. Mai 2007, ab 14 Uhr: „Thomas Mann im Exil“
Miriam Albracht, M.A. (Düsseldorf):
„Goethe in Hollywood“ – Thomas Mann im kalifornischen Exil
Dr. Michael Grisko (Lübeck):
Haus unter Palmen. Der „hartnäckige Villenbesitzer“ Thomas Mann in Pacific Palisades
Dr. Julia Schöll (Bamberg):
Identität und Assimilation. Thomas Manns Josephsromane im Kontext des Exil
Am Samstag, 5. Mai 2007, veranstaltet die Deutsche Thomas Mann-Gesellschaft begleitend zur Sonderausstellung „Pacific Palisades. Wege deutschsprachiger Schriftsteller ins kalifornische Exil 1932-1941“ im Lübecker Buddenbrookhaus einen Thementag mit dem Schwerpunkt „Thomas Mann im amerikanischen Exil“.
Von 14 bis 18 Uhr referieren im Gewölbekeller des Buddenbrookhauses Miriam Albracht (Düsseldorf), Dr. Michael Grisko (Lübeck) und Dr. Julia Schöll (Bamberg). Die Vorträge spannen den Bogen über den Alltag, die ästhetische Praxis bis hin zu den sozialen Netzwerken von Thomas Mann im amerikanischen Exil. Sie geben somit einen exemplarischen Einblick in die künstlerische Produktion unter den Bedingungen des Exils, als auch einen Einblick in den Alltag des Exilanten geprägt von der kalifornischen kulturellen Community und seinem Geltungs- und Inszenierungsbedürfnis als erfolgreicher Schriftsteller und Intellektueller.
Samstag, 5. Mai 2007, ab 14 Uhr: „Thomas Mann im Exil“
Miriam Albracht, M.A. (Düsseldorf):
„Goethe in Hollywood“ – Thomas Mann im kalifornischen Exil
Dr. Michael Grisko (Lübeck):
Haus unter Palmen. Der „hartnäckige Villenbesitzer“ Thomas Mann in Pacific Palisades
Dr. Julia Schöll (Bamberg):
Identität und Assimilation. Thomas Manns Josephsromane im Kontext des Exil
Konrad von Katzenellenbogen gestorben
Nach seiner Flucht aus Berlin nannte er sich nur noch Kellen. Der junge Intellektuelle empfahl sich Thomas Mann in Kalifornien als Assistent und Schreibkraft und ging von 1941 bis 1943 im Mannschen Haus in Pacific Palisades ein und aus. Im Tagebuch kommt er in diesem Abschnitt auf jeder dritten Seite vor. Dennoch war er kein Eckermann, kein Intimus, der Memoiren schrieb und Anekdoten ausplauderte. Nach seiner Tätigkeit für Mann wurde er Soldat und Besatzungsoffizier in der US-Zone und danach Mitarbeiter an einem wissenschaftlichen Zentrum. Er legte später zahlreiche Forschungsarbeiten zum Kommunismus vor, so auch eine Biographie über Nikita Chruschtschow. Mit Kellen ist nun einer der wenigen Zeitzeugen verstorben, die noch mit Thomas Mann zusammenarbeiteten.
Nach seiner Flucht aus Berlin nannte er sich nur noch Kellen. Der junge Intellektuelle empfahl sich Thomas Mann in Kalifornien als Assistent und Schreibkraft und ging von 1941 bis 1943 im Mannschen Haus in Pacific Palisades ein und aus. Im Tagebuch kommt er in diesem Abschnitt auf jeder dritten Seite vor. Dennoch war er kein Eckermann, kein Intimus, der Memoiren schrieb und Anekdoten ausplauderte. Nach seiner Tätigkeit für Mann wurde er Soldat und Besatzungsoffizier in der US-Zone und danach Mitarbeiter an einem wissenschaftlichen Zentrum. Er legte später zahlreiche Forschungsarbeiten zum Kommunismus vor, so auch eine Biographie über Nikita Chruschtschow. Mit Kellen ist nun einer der wenigen Zeitzeugen verstorben, die noch mit Thomas Mann zusammenarbeiteten.
Newsletter und Neuerscheinungen
Mehr als 300 Thomas-Mann-Fans, Bibliothekare und Forscher aus aller Welt sind bereits auf der Liste der Düsseldorfer Uni- und Landesbibliothek. In unregelmäßigen Abständen werden die Abonnenten des Newsletters über Neuerscheinungen informiert - bis hin zu Tonaufnahmen und Fernsehsendungen über Thomas Mann. Interessenten wenden sich bitte an: Olliges[at]ub.uni-duesseldorf.de
Unabhängig von diesem Service sind fast 9.000 Titel der Düsseldorfer Thomas-Mann-Sammlung im Internet recherchierbar. Laut der Leiterin des Sammelbereichs, Dr. Ute Oliges-Wieczorek, konnten allein im letzten Jahr 1.500 Datensätze aufgenommen werden, sodass sämtliche seit 1990 erschienene Literatur recherchierbar ist (www.ub.uni-duesseldorf.de/home/ueber_uns/sonder/mann).
Im Online-Katalog gibt es die Möglichkeit sich die aktuellen Neuerscheinungen anzeigen zu lassen. Mit diesen attraktiven Angeboten hat sich die Düsseldorfer Sammlung einmal mehr als unverzichtbare Institution der Thomas-Mann-Forschung empfohlen.
Mehr als 300 Thomas-Mann-Fans, Bibliothekare und Forscher aus aller Welt sind bereits auf der Liste der Düsseldorfer Uni- und Landesbibliothek. In unregelmäßigen Abständen werden die Abonnenten des Newsletters über Neuerscheinungen informiert - bis hin zu Tonaufnahmen und Fernsehsendungen über Thomas Mann. Interessenten wenden sich bitte an: Olliges[at]ub.uni-duesseldorf.de
Unabhängig von diesem Service sind fast 9.000 Titel der Düsseldorfer Thomas-Mann-Sammlung im Internet recherchierbar. Laut der Leiterin des Sammelbereichs, Dr. Ute Oliges-Wieczorek, konnten allein im letzten Jahr 1.500 Datensätze aufgenommen werden, sodass sämtliche seit 1990 erschienene Literatur recherchierbar ist (www.ub.uni-duesseldorf.de/home/ueber_uns/sonder/mann).
Im Online-Katalog gibt es die Möglichkeit sich die aktuellen Neuerscheinungen anzeigen zu lassen. Mit diesen attraktiven Angeboten hat sich die Düsseldorfer Sammlung einmal mehr als unverzichtbare Institution der Thomas-Mann-Forschung empfohlen.
Nachlass Michael Manns
Aus dem Nachlass der Schriftstellerin Karin Struck, die vergangenes Jahr in München verstarb, kommen zahlreiche Materialien Michael Manns in die Monacensia, die ja bereits die Nachlässe von Erika, Klaus und Elisabeth Mann sowie Nachlassteile Golo Manns und Monika Manns zu ihren Sammlungen zählt. Bei den Dokumenten des jüngsten Sohnes von Thomas Mann, der Musiker, Literatur- und Musikwissenschaftler war, handelt es sich um Gedichte, Dramen, autobiographische Texte sowie um die Editionsmaterialien zu Thomas Manns Tagebücher, deren Publikation oft mit dem mysteriösen Tod Michael Manns zum Jahreswechsel 1977 in Verbindung gebracht wird. Anhand dieser Materialien wird nun auch dieser Spross der Manns eine differenzierte Würdigung durch Wissenschaft, Feuilleton und Publikum erfahren können.
Aus dem Nachlass der Schriftstellerin Karin Struck, die vergangenes Jahr in München verstarb, kommen zahlreiche Materialien Michael Manns in die Monacensia, die ja bereits die Nachlässe von Erika, Klaus und Elisabeth Mann sowie Nachlassteile Golo Manns und Monika Manns zu ihren Sammlungen zählt. Bei den Dokumenten des jüngsten Sohnes von Thomas Mann, der Musiker, Literatur- und Musikwissenschaftler war, handelt es sich um Gedichte, Dramen, autobiographische Texte sowie um die Editionsmaterialien zu Thomas Manns Tagebücher, deren Publikation oft mit dem mysteriösen Tod Michael Manns zum Jahreswechsel 1977 in Verbindung gebracht wird. Anhand dieser Materialien wird nun auch dieser Spross der Manns eine differenzierte Würdigung durch Wissenschaft, Feuilleton und Publikum erfahren können.
Nationalismus, Exil und Remigration
Verfolgung, Aufbruch, Flucht. Namhafte Künstler verließen das nationalsozialsitische Deutschland. So auch Bert Brecht, Lion Feuchtwanger, Alfred Döblin, Franz Werfel sowie viele andere Literaten - und die Mitglieder der Familie Mann. Im Zentrum steht also die "Schriftstellerkolonie" in Pacific Palisades bei Los Angeles, wo Adorno, Marcuse und Thomas Mann in einer Nachbarschaft wohnten; der Austausch beeinflusste auch ihr Arbeiten und Denken. Die Ausstellung im Münchner Literaturhaus widmet sich der Exilerfahrung anhand von Dokumenten wie Tagebuchaufzeichnungen und Briefen sowie Bildern. Zu sehen ist sie bis 16. Februar 2007 in München, danach in Lübeck.
Der Katalog der Ausstellung ist im marebuchverlag Hamburg erschienen und umfasst 80 Seiten (ISBN: 3-936384-66-5)
Verfolgung, Aufbruch, Flucht. Namhafte Künstler verließen das nationalsozialsitische Deutschland. So auch Bert Brecht, Lion Feuchtwanger, Alfred Döblin, Franz Werfel sowie viele andere Literaten - und die Mitglieder der Familie Mann. Im Zentrum steht also die "Schriftstellerkolonie" in Pacific Palisades bei Los Angeles, wo Adorno, Marcuse und Thomas Mann in einer Nachbarschaft wohnten; der Austausch beeinflusste auch ihr Arbeiten und Denken. Die Ausstellung im Münchner Literaturhaus widmet sich der Exilerfahrung anhand von Dokumenten wie Tagebuchaufzeichnungen und Briefen sowie Bildern. Zu sehen ist sie bis 16. Februar 2007 in München, danach in Lübeck.
Der Katalog der Ausstellung ist im marebuchverlag Hamburg erschienen und umfasst 80 Seiten (ISBN: 3-936384-66-5)
Familienromane: Thomas Mann und John von Düffel
In Iserlohn findet vom 24.-26. November 2006 in der Evangelischen Akademie eine Tagung statt, die die Romane beider Autoren in Beziehung zu einander stellt. Wie beeinflusste Thomas Mann von Düffel? Sind die Themen und Konflikte ähnlich? Sogar pathologisch? Diesen Fragen will die von Rüdiger Sareika und Christof Hamann organisierte Tagung auf den Grund gehen: Auf dem Programm stehen folgende Vorträge:
Friedhelm Marx: Die Familie bei Tisch: Thomas Manns "Buddenbrooks"
Andreas Blödorn: Gestörte Familien - verstörte Helden
Daniela Langer: Die Abwesenheit der Mütter. Familienmodelle im Zauberberg
Workshops:
Zum Familienverfall in Thomas Manns "Tonio Kröger" (Tobias Lachmann)
Wasser und Familie bei Düffels Debütroman (Christof Hamann)
Das Buddenbrookhaus: Ein begehbarer Roman (Axel Kahrs)
Julia Schöll: Zwischen den Welten. Geschichte einer exilierten Familie in Thomas Manns "Joseph und seine Brüder"
Lesung mit John von Düffel
John von Düffel: Anatomie des Verfalls. Zur Bühnenfassung der "Buddenbrooks"
Christof Hamann: Nach Afri- od Ameriko. Der Familienroman als Roman der Migration
In Iserlohn findet vom 24.-26. November 2006 in der Evangelischen Akademie eine Tagung statt, die die Romane beider Autoren in Beziehung zu einander stellt. Wie beeinflusste Thomas Mann von Düffel? Sind die Themen und Konflikte ähnlich? Sogar pathologisch? Diesen Fragen will die von Rüdiger Sareika und Christof Hamann organisierte Tagung auf den Grund gehen: Auf dem Programm stehen folgende Vorträge:
Friedhelm Marx: Die Familie bei Tisch: Thomas Manns "Buddenbrooks"
Andreas Blödorn: Gestörte Familien - verstörte Helden
Daniela Langer: Die Abwesenheit der Mütter. Familienmodelle im Zauberberg
Workshops:
Zum Familienverfall in Thomas Manns "Tonio Kröger" (Tobias Lachmann)
Wasser und Familie bei Düffels Debütroman (Christof Hamann)
Das Buddenbrookhaus: Ein begehbarer Roman (Axel Kahrs)
Julia Schöll: Zwischen den Welten. Geschichte einer exilierten Familie in Thomas Manns "Joseph und seine Brüder"
Lesung mit John von Düffel
John von Düffel: Anatomie des Verfalls. Zur Bühnenfassung der "Buddenbrooks"
Christof Hamann: Nach Afri- od Ameriko. Der Familienroman als Roman der Migration
Thomas Mann-Gesellschaft neu aufgestellt
Die Deutsche Thomas-Mann-Gesellschaft hat in Hans Wißkirchen einen neuen Präsidenten erhalten. Die knapp 1050 Mitglieder dieser literarischen Gesellschaft wählten den Lübecker Museumsleiter als Nachfolger des Unipräsidenten Ruprecht Wimmer, der dieses Amt zwölf Jahre bekleidete. Als Vizepräsidenten wurden Friedelm Marx (Bamberg) und Heinrich Detering (Göttingen) gewählt. Mit ihnen sind zwei engagierte Universitätsprofessoren aufgerückt.
Die Deutsche Thomas-Mann-Gesellschaft hat in Hans Wißkirchen einen neuen Präsidenten erhalten. Die knapp 1050 Mitglieder dieser literarischen Gesellschaft wählten den Lübecker Museumsleiter als Nachfolger des Unipräsidenten Ruprecht Wimmer, der dieses Amt zwölf Jahre bekleidete. Als Vizepräsidenten wurden Friedelm Marx (Bamberg) und Heinrich Detering (Göttingen) gewählt. Mit ihnen sind zwei engagierte Universitätsprofessoren aufgerückt.
Tagung der Deutschen Thomas Mann-Gesellschaft
Wie in jedem Jahr lädt die Thomas Mann-Gesellschaft nach Zürich, um aktuelle Forschungsvorhaben zu diskutieren und den Mitgliedern Gelegenheit zum Austausch zu geben.
Das Treffen beginnt am Abend des 7. September mit einer Lesung von Jochen Schimmang, die Mafred Dierks einleitet.
Am Freitag, den 8. September, werden Kultursenatorin Annette Borns und Prof. Rupprecht Wimmer die Mitglieder und Gäste begrüßen. Das erste Referat übernimmt Herbert Lehnert: "Thomas Mann: Schriftsteller für und gegen deutsche Bildungsbürger". Es folgt Anja Schonlaz mit einem Blick auf "Altersliebe im Alterswerk".
Tobias Kurwinkel und Tim Lörke leiten im Anschluss das Lektüreseminar der Jungen Thomas Mann-Forscher unter dem Motto "Tradition und Avantgarde oder die Montage der Postmoderne".
Nach der Mittagspause werden Prof. Stefan Müller-Dohm und Prof. Ulrich Karthaus sprechen, bevor um 18 Uhr die Mitgliederversammlung eingeläutet wird.
Am 9. September eröffnet Thomas Sprecher aus Zürich den Reigen der Vorträge mit "Altes und Neues". Es folgt Prof. Gert Sautermeisters Referat zur "Gestalt der Tony Buddenbrook".
Die Workshops der Jungen Thomas Mann-Forscher leiten an diesem Tag Silke Grothues und Markus Gasser.
Am Nachmittag spricht Manfred Dierks über "Ambivalenz. Die Modernisierung der Moderne bei Thomas Mann".
Einen besonderen Leckerbissen hält das Abendprogramm bereit: Brigritt Heise spricht über das Verhältnis zwischen Bildhauer und Modell: "Gustav Seitz und Thomas Mann".
Am Abschlusstag spricht Prof. Rudolf Vaget über "Thomas Mann im Jahre 1938". Den Schlussvortrag übernimmt Prof. Wimmer: "Neu doch auch wieder" Thomas Manns späte Versuche der Selbstüberbietung. Die Tagung endet mit einer festlichen Premiere von Richard Wagners "Lohengrin" im Stadttheater, den Thomas Mann zeitlebens sehr schätzte.
Wie in jedem Jahr lädt die Thomas Mann-Gesellschaft nach Zürich, um aktuelle Forschungsvorhaben zu diskutieren und den Mitgliedern Gelegenheit zum Austausch zu geben.
Das Treffen beginnt am Abend des 7. September mit einer Lesung von Jochen Schimmang, die Mafred Dierks einleitet.
Am Freitag, den 8. September, werden Kultursenatorin Annette Borns und Prof. Rupprecht Wimmer die Mitglieder und Gäste begrüßen. Das erste Referat übernimmt Herbert Lehnert: "Thomas Mann: Schriftsteller für und gegen deutsche Bildungsbürger". Es folgt Anja Schonlaz mit einem Blick auf "Altersliebe im Alterswerk".
Tobias Kurwinkel und Tim Lörke leiten im Anschluss das Lektüreseminar der Jungen Thomas Mann-Forscher unter dem Motto "Tradition und Avantgarde oder die Montage der Postmoderne".
Nach der Mittagspause werden Prof. Stefan Müller-Dohm und Prof. Ulrich Karthaus sprechen, bevor um 18 Uhr die Mitgliederversammlung eingeläutet wird.
Am 9. September eröffnet Thomas Sprecher aus Zürich den Reigen der Vorträge mit "Altes und Neues". Es folgt Prof. Gert Sautermeisters Referat zur "Gestalt der Tony Buddenbrook".
Die Workshops der Jungen Thomas Mann-Forscher leiten an diesem Tag Silke Grothues und Markus Gasser.
Am Nachmittag spricht Manfred Dierks über "Ambivalenz. Die Modernisierung der Moderne bei Thomas Mann".
Einen besonderen Leckerbissen hält das Abendprogramm bereit: Brigritt Heise spricht über das Verhältnis zwischen Bildhauer und Modell: "Gustav Seitz und Thomas Mann".
Am Abschlusstag spricht Prof. Rudolf Vaget über "Thomas Mann im Jahre 1938". Den Schlussvortrag übernimmt Prof. Wimmer: "Neu doch auch wieder" Thomas Manns späte Versuche der Selbstüberbietung. Die Tagung endet mit einer festlichen Premiere von Richard Wagners "Lohengrin" im Stadttheater, den Thomas Mann zeitlebens sehr schätzte.
Ferien in Davos mit Thomas Mann
Ausgehend von einer mehrfach wiederholten Feststellung im Abschnitt «Forschungen» des «Zauberbergs» widmen sich die Literatur- und Kulturtage des Jahres 2006 dem
«Bildungsbürger auf Abwegen» (Malte Herwig)
und fragen nach dem lebenslangen Interesse Thomas
Manns an den Wissenschaften vom Menschen, das auf unterschiedliche Weise allen
seinen Werken eingeschrieben ist.
Wie in den vorangegangenen Literatur- und Kulturtagen werden renommierte Thomas-Mann-Forscher
literarische und medizinische, psychologische und naturwissenschaftliche Bezüge
in den Mittelpunkt von Vorträgen, Diskussionen und Gesprächen rücken und dabei der Frage nach-
gehen, wie und mit welchen Mitteln Thomas Mann selbst hinter das Geheimnis des Lebens
zu kommen versucht hat.
Drei Kolloquien mit ausgewiesenen Thomas-Mann-Experten bieten darüber hinaus jungen Forschen-
den Gelegenheit, ihre im Entstehen begriffenen Arbeiten zur Diskussion zu stellen,
und in einem Gespräch mit einem Zeitzeugen werden wichtige biografische und wirkungs-
geschichtliche Zusammenhänge erörtert.
Die Vorstellung der neuen Bände der grossen Thomas-Mann-Ausgabe, die Präsentation neuer Thomas- Mann-Hörbücher und älterer Tondokumente aus dem Thomas-Mann-Archiv laden neben
den Gesprächen mit den Referierenden am Nachmittag ebenso zur weiteren Auseinandersetzung
mit dem Autor und seinem Werk ein wie die erneute Begegnung mit dem Film «Der Zauberberg».
Ein Film über die Familie Mann, vorgestellt vom Regisseur selbst, und die Weltpremiere eines der ersten Davos-Filme überhaupt nach einem Roman von Beatrice Harraden runden
das filmische Begleitprogramm ab.
Eine musikalisch-theatralische Soiree unter dem Titel «Fiebertango und Bazillenwalzer»
verspricht ebenso viel «Zauberberg-Atmosphäre» wie die Führungen auf den Spuren von Thomas
Mann und Ernst Ludwig Kirchner, die diesmal auch die berühmten Davoser Friedhöfe nicht auslassen.
Zwei Busausflüge in die Taminaschlucht und ins Unterengadin ermöglichen schliesslich Erkundungen über die «Zauberberglandschaft» Graubündens hinaus.
Das 21. Davos Festival bietet dem Musikliebhaber zudem im Vorfeld und während der Literatur- und
Kulturtage vom 29. Juli bis zum 12. August eine Fülle anspruchsvoller Konzertveranstaltungen.
Thomas Mann und die Wissenschaften vom Menschen. Eine Woche mit Vorträgen, Diskussionen, Führungen und Filmen.
Sonntag, 6., bis Samstag, 12. August 2006, Kongresszentrum Davos.
Wissenschaftliches Komitee
Prof. Dr. Helmut Koopmann, Augsburg/D
PD Dr. Thomas Rütten, Newcastle/GB
Dr. Thomas Sprecher, Zürich
Prof. Dr. Christian Virchow, Davos
Prof. Dr. Ruprecht Wimmer, Eichstätt/D
Prof. Dr. Stefan Bodo Würffel, Fribourg
Organisationskomitee
Armin Egger, Davos
Prof. Dr. Christian Virchow, Davos
Urs von der Crone, Davos
Prof. Dr. Stefan Bodo Würffel, Fribourg
Tagungssekretariat / Informationen / Anmeldung
Davos Tourismus, Corinne Vils, Promenade 67, CH-7270 Davos Platz
Tel. 081 415 21 63 / Fax 081 415 21 69 / E-Mail: congress@davos.ch / www.literatur-undkulturtage-davos.ch
Tagungsgebühren
Teilnehmerkarte «Woche», Bezahlung bis 30.04.06 CHF 247.–, nach 30.04.06 CHF 275.–
Teilnehmerkarte «Woche» Assistierende, Bezahlung bis 30.04.06 CHF 135.–, nach 30.04.06 CHF 150.–
Teilnehmerkarte «Woche» Studierende, Bezahlung bis 30.04.06 CHF 45.–, nach 30.04.06 CHF 50.–
Tageskarte CHF 80.–
Nur Eröffnungsabend (inkl. Apéro) CHF 25.–
Ausgehend von einer mehrfach wiederholten Feststellung im Abschnitt «Forschungen» des «Zauberbergs» widmen sich die Literatur- und Kulturtage des Jahres 2006 dem
«Bildungsbürger auf Abwegen» (Malte Herwig)
und fragen nach dem lebenslangen Interesse Thomas
Manns an den Wissenschaften vom Menschen, das auf unterschiedliche Weise allen
seinen Werken eingeschrieben ist.
Wie in den vorangegangenen Literatur- und Kulturtagen werden renommierte Thomas-Mann-Forscher
literarische und medizinische, psychologische und naturwissenschaftliche Bezüge
in den Mittelpunkt von Vorträgen, Diskussionen und Gesprächen rücken und dabei der Frage nach-
gehen, wie und mit welchen Mitteln Thomas Mann selbst hinter das Geheimnis des Lebens
zu kommen versucht hat.
Drei Kolloquien mit ausgewiesenen Thomas-Mann-Experten bieten darüber hinaus jungen Forschen-
den Gelegenheit, ihre im Entstehen begriffenen Arbeiten zur Diskussion zu stellen,
und in einem Gespräch mit einem Zeitzeugen werden wichtige biografische und wirkungs-
geschichtliche Zusammenhänge erörtert.
Die Vorstellung der neuen Bände der grossen Thomas-Mann-Ausgabe, die Präsentation neuer Thomas- Mann-Hörbücher und älterer Tondokumente aus dem Thomas-Mann-Archiv laden neben
den Gesprächen mit den Referierenden am Nachmittag ebenso zur weiteren Auseinandersetzung
mit dem Autor und seinem Werk ein wie die erneute Begegnung mit dem Film «Der Zauberberg».
Ein Film über die Familie Mann, vorgestellt vom Regisseur selbst, und die Weltpremiere eines der ersten Davos-Filme überhaupt nach einem Roman von Beatrice Harraden runden
das filmische Begleitprogramm ab.
Eine musikalisch-theatralische Soiree unter dem Titel «Fiebertango und Bazillenwalzer»
verspricht ebenso viel «Zauberberg-Atmosphäre» wie die Führungen auf den Spuren von Thomas
Mann und Ernst Ludwig Kirchner, die diesmal auch die berühmten Davoser Friedhöfe nicht auslassen.
Zwei Busausflüge in die Taminaschlucht und ins Unterengadin ermöglichen schliesslich Erkundungen über die «Zauberberglandschaft» Graubündens hinaus.
Das 21. Davos Festival bietet dem Musikliebhaber zudem im Vorfeld und während der Literatur- und
Kulturtage vom 29. Juli bis zum 12. August eine Fülle anspruchsvoller Konzertveranstaltungen.
Thomas Mann und die Wissenschaften vom Menschen. Eine Woche mit Vorträgen, Diskussionen, Führungen und Filmen.
Sonntag, 6., bis Samstag, 12. August 2006, Kongresszentrum Davos.
Wissenschaftliches Komitee
Prof. Dr. Helmut Koopmann, Augsburg/D
PD Dr. Thomas Rütten, Newcastle/GB
Dr. Thomas Sprecher, Zürich
Prof. Dr. Christian Virchow, Davos
Prof. Dr. Ruprecht Wimmer, Eichstätt/D
Prof. Dr. Stefan Bodo Würffel, Fribourg
Organisationskomitee
Armin Egger, Davos
Prof. Dr. Christian Virchow, Davos
Urs von der Crone, Davos
Prof. Dr. Stefan Bodo Würffel, Fribourg
Tagungssekretariat / Informationen / Anmeldung
Davos Tourismus, Corinne Vils, Promenade 67, CH-7270 Davos Platz
Tel. 081 415 21 63 / Fax 081 415 21 69 / E-Mail: congress@davos.ch / www.literatur-undkulturtage-davos.ch
Tagungsgebühren
Teilnehmerkarte «Woche», Bezahlung bis 30.04.06 CHF 247.–, nach 30.04.06 CHF 275.–
Teilnehmerkarte «Woche» Assistierende, Bezahlung bis 30.04.06 CHF 135.–, nach 30.04.06 CHF 150.–
Teilnehmerkarte «Woche» Studierende, Bezahlung bis 30.04.06 CHF 45.–, nach 30.04.06 CHF 50.–
Tageskarte CHF 80.–
Nur Eröffnungsabend (inkl. Apéro) CHF 25.–
Erweiterte Krull-Ausstellung in Zürich
Auch wenn Thomas Mann den Erfolg seines letzten Romans mit amüsiertem Misstrauen beobachtet hat, so hat er dem Felix Krull doch entscheidende Motive seines Denkens mitgegeben: Künstler und Hochstapler, Faust und Hermes zeigen in Felix Krull ihre innere Verwandtschaft.
Für Thomas Mann war der Roman keineswegs auf ein „Je-damit-Fertigwerden“ angelegt, er war ihm vielmehr ein Gerüst, „woran man alles mögliche aufhängen kann, ein epischer Raum zur Unterbringung von allem, was einem einfällt und was das Leben einem zuträgt“.
Die Ausstellung zeigt die lebenslange Beschäftigung des Schriftstellers mit seinem Romanprojekt. Sie wurde vom Buddenbrookhaus Lübeck und dem Thomas-Mann-Archiv der ETH Zürich 2004 zur Erinnerung an die Publikation des Romans vor fünfzig Jahren konzipiert und für die Ausstellung im Zürcher Strauhof durch Monika Bussmann vom Thomas-Mann-Archiv ergänzt. Mit zahlreichen Originaldokumenten aus seinen Arbeitsmaterialien zeichnet sie die Entstehungs- und Publikationsgeschichte nach, erzählt die Stationen von Krulls Karriere vom Liftboy zum vermeintlich adligen Weltreisenden, analysiert die den Roman prägenden wesentlichen Motive und rekonstruiert schliesslich die aufgrund der reichhaltigen Materialien erschliessbare mögliche Fortsetzung des Romans.
http://www.stadt-zuerich.ch/internet/zuerichkultur/home/institutionen/home/redirect_sho/strauhof/home/Felix_Krull.html
Auch wenn Thomas Mann den Erfolg seines letzten Romans mit amüsiertem Misstrauen beobachtet hat, so hat er dem Felix Krull doch entscheidende Motive seines Denkens mitgegeben: Künstler und Hochstapler, Faust und Hermes zeigen in Felix Krull ihre innere Verwandtschaft.
Für Thomas Mann war der Roman keineswegs auf ein „Je-damit-Fertigwerden“ angelegt, er war ihm vielmehr ein Gerüst, „woran man alles mögliche aufhängen kann, ein epischer Raum zur Unterbringung von allem, was einem einfällt und was das Leben einem zuträgt“.
Die Ausstellung zeigt die lebenslange Beschäftigung des Schriftstellers mit seinem Romanprojekt. Sie wurde vom Buddenbrookhaus Lübeck und dem Thomas-Mann-Archiv der ETH Zürich 2004 zur Erinnerung an die Publikation des Romans vor fünfzig Jahren konzipiert und für die Ausstellung im Zürcher Strauhof durch Monika Bussmann vom Thomas-Mann-Archiv ergänzt. Mit zahlreichen Originaldokumenten aus seinen Arbeitsmaterialien zeichnet sie die Entstehungs- und Publikationsgeschichte nach, erzählt die Stationen von Krulls Karriere vom Liftboy zum vermeintlich adligen Weltreisenden, analysiert die den Roman prägenden wesentlichen Motive und rekonstruiert schliesslich die aufgrund der reichhaltigen Materialien erschliessbare mögliche Fortsetzung des Romans.
http://www.stadt-zuerich.ch/internet/zuerichkultur/home/institutionen/home/redirect_sho/strauhof/home/Felix_Krull.html
Thomas Mann in der Weltliteratur
Am Donnerstag, den 8. Juni, zwei Tage nach Thomas Manns Geburtstag, wurde ein großer Kongress im Zürcher Kunsthaus eröffnet, der zugleich den 50. Geburtstag des Thomas-Mann-Archivs feierte als auch das ebensolange Wirken der schweizerischen Thomas Mann Gesellschaft würdigte.
Als Vertreter der Familie Mann, die die Stiftung an die ETH erst ermöglicht hatte, ergriff Frido Mann das Wort und fand bewegende Worte des Danks. Auch der Rektor der Eidgenössisch Technischen Hochschule, Konrad Osterwalder, unterstrich die internationale Bedeutung des Archivs. Thomas Sprecher steht dem Thomas-Mann-Archiv nach dem Tod Hans Wyslings seit 1994 vor, er konnte auf maßgebliche Projekte und Kooperationen verweisen, die von der Vitalität des Archivs zeugen. Er zeichnete auch für die Doppelfestschrift verantwortlich, die die Geschichte von Archiv und der literarischen Gesellschaft zur Pflege des Andenkens von Thomas Mann dokumentiert (http://www.klostermann.de/lit/lit_3498.htm). Manfred Papst, der Präsident der Gesellschaft entführte das ca. 150 Personen umfassende Kongressauditorium auf eine heitere Zeitreise in die Geschichte der Gesellschaft, die sich in vergangenen Jahrzehnten eher als papierener Tiger gebärdete und die erst in den letzten Jahren weitreichende Aktivitäten aufgenommen hat.
Für viele Kongressteilnehmer mag es eine Enttäuschung gewesen sein, dass Peter Sloterdijk sich aus gesundheitlichen Gründen zu einer Absage gezwungen sah. An seiner statt ergriff der Leiter der Lübecker Buddenbrookhauses, Hans Wißkirchen, das Wort und unterschied in seinem Vortrag vier Generationen von Thomas Mann-Lesern bis hin zur "Generation Golf". Im Gegegnsatz zu Böll und anderen Autoren sei es die Besonderheit Thomas Manns, dass sich dessen Texte immer in neuen Lesergenerationen der Bewährungsprobe stellen können.
Am Nachmittag ergriff Nike Wagner das Wort: Weniger aus der Perspektive der Urenkelin des Dichterkomponisten, sondern vielmehr in ihrer Eigenschaft als Kulturwissenschaftlerin analysierte sie Manns "Verhältnis" zu Wagner, eine Beziehung mit verschiedenen Schattierungen und Intensitäten. Mit Hans Rudolf Vaget sekundierte ihr bei der folgenden Diskussion ein intimer Kenner Thomas Manns wiewohl Richard Wagners. Er bemerkte, dass es unter anderem Mann zu verdanken gewesen sei, dass man in Bayreuth und anderswo wieder habe bei einer positiven Rezeption Wagners anknüpfen können.
Von ganz eigener Qualität und Intensität war der Vortrag des israelischen Dichters Aharon Appelfeld, der von seinem Lektüreerlebnis des "Zauberbergs" während des Sinai-Kriegs von 1956 berichtete. In diesem Buch habe er die bildungsbürgerliche Welt seiner Eltern wiedergefunden, die er im Holocaust, dem er knapp entkam, verloren hatte. Für sein Elternhaus sei Mann eine Religion für sich gewesen. Ausgehend von diesen Überlegen analysierte er die Joseph-Tetralogie Manns im Vergleich zu knappen, merh schweigenden als beredten Sprache der Bibel. An diesen bewegenden Vortrag schloss sich noch eine Diskussion der bisherigen Beiträge an.
Am Abend wurde im Zürcher Stadthaus, die Kommune hat den Kongress maßgeblich unterstützt, eine Vernissage veranstaltet, die einer Ausstellung zu Manns "Felix Krull" galt. Es sprach Martin Dean. Im Anschluss fand eine Besichtigung der Exposition im Zürcher Literaturhaus Strauhof statt, die den ersten Kongresstag, auf anregende Weise abschloss.
Am Donnerstag, den 8. Juni, zwei Tage nach Thomas Manns Geburtstag, wurde ein großer Kongress im Zürcher Kunsthaus eröffnet, der zugleich den 50. Geburtstag des Thomas-Mann-Archivs feierte als auch das ebensolange Wirken der schweizerischen Thomas Mann Gesellschaft würdigte.
Als Vertreter der Familie Mann, die die Stiftung an die ETH erst ermöglicht hatte, ergriff Frido Mann das Wort und fand bewegende Worte des Danks. Auch der Rektor der Eidgenössisch Technischen Hochschule, Konrad Osterwalder, unterstrich die internationale Bedeutung des Archivs. Thomas Sprecher steht dem Thomas-Mann-Archiv nach dem Tod Hans Wyslings seit 1994 vor, er konnte auf maßgebliche Projekte und Kooperationen verweisen, die von der Vitalität des Archivs zeugen. Er zeichnete auch für die Doppelfestschrift verantwortlich, die die Geschichte von Archiv und der literarischen Gesellschaft zur Pflege des Andenkens von Thomas Mann dokumentiert (http://www.klostermann.de/lit/lit_3498.htm). Manfred Papst, der Präsident der Gesellschaft entführte das ca. 150 Personen umfassende Kongressauditorium auf eine heitere Zeitreise in die Geschichte der Gesellschaft, die sich in vergangenen Jahrzehnten eher als papierener Tiger gebärdete und die erst in den letzten Jahren weitreichende Aktivitäten aufgenommen hat.
Für viele Kongressteilnehmer mag es eine Enttäuschung gewesen sein, dass Peter Sloterdijk sich aus gesundheitlichen Gründen zu einer Absage gezwungen sah. An seiner statt ergriff der Leiter der Lübecker Buddenbrookhauses, Hans Wißkirchen, das Wort und unterschied in seinem Vortrag vier Generationen von Thomas Mann-Lesern bis hin zur "Generation Golf". Im Gegegnsatz zu Böll und anderen Autoren sei es die Besonderheit Thomas Manns, dass sich dessen Texte immer in neuen Lesergenerationen der Bewährungsprobe stellen können.
Am Nachmittag ergriff Nike Wagner das Wort: Weniger aus der Perspektive der Urenkelin des Dichterkomponisten, sondern vielmehr in ihrer Eigenschaft als Kulturwissenschaftlerin analysierte sie Manns "Verhältnis" zu Wagner, eine Beziehung mit verschiedenen Schattierungen und Intensitäten. Mit Hans Rudolf Vaget sekundierte ihr bei der folgenden Diskussion ein intimer Kenner Thomas Manns wiewohl Richard Wagners. Er bemerkte, dass es unter anderem Mann zu verdanken gewesen sei, dass man in Bayreuth und anderswo wieder habe bei einer positiven Rezeption Wagners anknüpfen können.
Von ganz eigener Qualität und Intensität war der Vortrag des israelischen Dichters Aharon Appelfeld, der von seinem Lektüreerlebnis des "Zauberbergs" während des Sinai-Kriegs von 1956 berichtete. In diesem Buch habe er die bildungsbürgerliche Welt seiner Eltern wiedergefunden, die er im Holocaust, dem er knapp entkam, verloren hatte. Für sein Elternhaus sei Mann eine Religion für sich gewesen. Ausgehend von diesen Überlegen analysierte er die Joseph-Tetralogie Manns im Vergleich zu knappen, merh schweigenden als beredten Sprache der Bibel. An diesen bewegenden Vortrag schloss sich noch eine Diskussion der bisherigen Beiträge an.
Am Abend wurde im Zürcher Stadthaus, die Kommune hat den Kongress maßgeblich unterstützt, eine Vernissage veranstaltet, die einer Ausstellung zu Manns "Felix Krull" galt. Es sprach Martin Dean. Im Anschluss fand eine Besichtigung der Exposition im Zürcher Literaturhaus Strauhof statt, die den ersten Kongresstag, auf anregende Weise abschloss.

So lautet das Motto des Kongresses der Schweizerischen Thomas Mann Gesellschaft, die aus Anlass des 50-jähigen eigenen Bestehens sowie des Thomas-Mann-Archivs der ETH (es handelt sich also um ein Doppeljubiläum) einen Kongress organisiert hat, der führende Intellektuelle der Gegenwart an einen Tisch bringt und dazu anstiftet, über Thomas Mann nachzudenken. Namen wie Peter Sloterdijk, Nike Wagner, Aharon Appelfeld, Alois M. Haas, Hugo Loetscher und Franz Schuh versprechen interessante Vorträge und Diskussionen. Moderiert werden die drei Zürcher Tage von Manfred Papst, Martin Meyer und Thomas Sprecher, den Protagonisten der Schweizerischen Thomas-Mann-Gesellschaft. Die Vorträge, die an jedem Tag von einem Kolloquium abgeschlossen werden, werden ergänzt durch Ausstellungen (Felix Krull - der Künstler als Hochstapler), Lesungen (Judith Kuckart), einem Operair-Filmabend sowie einer Schifffahrtspartie auf dem Zürichsee. Mit dem Zürcher Kunsthaus haben die Veranstalter zudem einen attraktiven Tagungsort gefunden. Weitere Informationen sowie das komplette Programm finden Sie unter http://www.thomas-mann.ch/veranstaltungen.html
Neues Bildnis Thomas Manns in Öl
Der tschechische Künstler Václav Zeman hat im letzten Jahr ein Porträt Thomas Manns in Öl gemalt. Das 64 x 43 cm messende Gemälde ist ein Unikat und kann von Sammlern und anderen Interessenten käuflich erworben werden. Weitere Informationen erhalten Sie unter: http://www.galerieart.cz/zeman_vystava3.htm
Der tschechische Künstler Václav Zeman hat im letzten Jahr ein Porträt Thomas Manns in Öl gemalt. Das 64 x 43 cm messende Gemälde ist ein Unikat und kann von Sammlern und anderen Interessenten käuflich erworben werden. Weitere Informationen erhalten Sie unter: http://www.galerieart.cz/zeman_vystava3.htm
Wer schreibt, gewinnt - 100.000 Besucher bei www.thomasmann.de
Als www.thomasmann.de vor einem Jahr online ging, hätte niemand mit einer derart großen Resonanz gerechnet. 100.000 Besucher haben seitdem das vielfältige Angebot des Portals genutzt. An manchen Tagen besuchten mehr als 1.000 Menschen unsere Seite, die sich von Servern aus aller Welt aus einwählten. Viele hundert Personen haben sich am Forum, dem Wissenschaftsbereich oder bei den Lesebegegnungen beteiligt. www.thomasmann.de nimmt schon jetzt, nach einem Jahr, bei Suchmaschinen Spitzenplätze ein und ist mit zahlreichen Institutionen aus Wissenschaft, Kultur und Literaturbetrieb vernetzt. Die Seite ist – wie uns die Rückmeldungen zeigen – zu einer festen Anlaufstation für Schüler, Lehrer und Studenten sowie für Interessenten aller Altersgruppen an Thomas Mann geworden.
Der S. Fischer Verlag möchte einem Besucher oder einer Besucherin unseres Portals einen Band der Großen Kommentierten Frankfurter Ausgabe zukommen lassen, der am 10. März, dem Tag des 100.000 Besuchers, einen Beitrag zu den Lesebegegnungen schreibt. Wir werden den 56. Beitrag prämieren, sodass neben Ihrem individuellen Text zu Thomas Mann auch das Glück ein wenig mitspielt. Unter Ausschluss des Rechtsweges werden wir den Gewinner/ die Gewinnerin benachrichtigen und den gewünschten Band der Thomas-Mann-Ausgabe zusenden. Wir wünschen Ihnen viel Glück und weiterhin viel Freude am Thomas-Mann-Portal!
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Der S. Fischer Verlag möchte einem Besucher oder einer Besucherin unseres Portals einen Band der Großen Kommentierten Frankfurter Ausgabe zukommen lassen, der am 10. März, dem Tag des 100.000 Besuchers, einen Beitrag zu den Lesebegegnungen schreibt. Wir werden den 56. Beitrag prämieren, sodass neben Ihrem individuellen Text zu Thomas Mann auch das Glück ein wenig mitspielt. Unter Ausschluss des Rechtsweges werden wir den Gewinner/ die Gewinnerin benachrichtigen und den gewünschten Band der Thomas-Mann-Ausgabe zusenden. Wir wünschen Ihnen viel Glück und weiterhin viel Freude am Thomas-Mann-Portal!
Ihr sehr ergebener Thomas Mann. Autographen aus dem Archiv des Buddenbrookhauses
Ausstellung und wissenschaftliche Begleitpublikation
Das Buddenbrookhaus öffnet sein Archiv und präsentiert in dieser Kabinettausstellung unter anderem Briefe Thomas Manns – viele von ihnen sind bislang unveröffentlicht, einige waren bisher gänzlich unbekannt. „Ihr sehr ergebener Thomas Mann“ zeigt den großen Schriftsteller im Spiegel dreier verschiedener Korrespondenzen als Briefschreiber. Unterschiedliche Aspekte, die in Thomas Manns umfangreichen Briefwerk eine Rolle spielen, werden dabei ausgeleuchtet. Literarische Fragen spielen eine Rolle, ebenso wie politische und alltäglich-private. Die ausgestellten, meist handschriftlichen Briefe werden in ihrem jeweilige Kontext erläutert. Weitere Archivalien ergänzen die Präsentation. So lassen sich anhand der Briefe biografische Geschichten – und Geschichte – erzählen.
Zu sehen sind Briefe Thomas Manns aus den Jahren 1930 und 1931 an Georg Rosenthal, den damaligen Direktor des Lübecker Katharineums. Erst 2002 wurden diese bis dahin unbekannten Briefe im Archiv der Schule gefunden. Sie betreffen Thomas Manns Beteiligung an der 400-Jahrfeier, zu der die Schule ihren mittlerweile zu Weltruhm gelangten ehemaligen Schüler eingeladen hatte. Mit Georg Rosenthal diskutierte Thomas Mann im Vorfeld der Feier den Inhalt seiner Rede, die unter dem Titel „Ansprache an die Jugend“ ein bedeutender politischer Appell im Dienste der Demokratie geworden ist.
Der bislang nur in Ausschnitten publizierte Briefwechsel Thomas Manns mit dem Juristen und Literaturwissenschaftler Adolf von Grolman (1888-1973) erlaubt Einblicke in Thomas Manns private Korrespondenz jenseits der „geschäftlichen“ Anfragen, die außerdem politische Aussagen enthält. Adolf von Grolman stand in den Jahren 1914 bis 1919 in regelmäßigem Kontakt mit Thomas Mann und war einer der ersten Universitätsdozenten, der Vorlesungen über ihn hielt. Zwar gab es Hinweise auf diese Korrespondenz, doch galten die Briefe lange als verschollen, bis sie in Familienunterlagen von Grolmans entdeckt wurden. Sie sind deswegen von besonderem Interesse, weil sie aus der für Thomas Mann politisch wichtigen Zeit des Ersten Weltkriegs stammen – eine Zeit, die durch Tagebücher Thomas Manns nicht belegt ist.
Das dritte Konvolut betrifft Thomas Manns langjährige und wechselvolle Beziehung zur Universität Bonn. Seit 1906 war Thomas Mann Mitglied der „Literarhistorischen gesellschaft“ um den Bonner Literaturprofessor Bertold Litzmann und seinen Schüler Carl Enders. Gezeigt werden Briefe und Postkarten von Thomas Mann an Carl Enders aus den Jahren 1907 bis 1926 sowie als besonders wertvolles Exponat die handschriftliche Fassung der „Mitteilung an die Literaturhistorische Gesellschaft in Bonn“. Der Text aus dem Jahr 1907 ist eine der frühesten Aussagen Thomas Manns über seine eigene Arbeitsweise.
Der Briefwechsel erhellt auch die Vorgeschichte der Verleihung der Ehrendoktorwürde an Thomas Mann durch die Bonner Universität im Jahr 1919. Im Dritten Reich wurde sie ihm aberkannt, 1946 wieder zuerkannt. Zu sehen ist in der Ausstellung das amtliche Belegexemplar der Promotionsurkunde, eine Hörspiel schildert diesen für Thomas Mann bedeutenden Vorgang mit all seinen weitreichenden Konsequenzen.
Ermöglicht wurde der Erwerb der Archivstücke in den letzten drei Jahren durch die großzügige Unterstützung der Lübecker Possehl-Stiftung, der Kulturstiftung der Länder, des Katharineums Lübeck und des Fördervereins Buddenbrookhaus e.V.
Zur Ausstellung ist eine Begleitpublikation erschienen, in der die ausgestellten Schriftstücke kommentiert dargestellt werden. Dazu wird in drei essayistischen Beiträgen der Kontext, das biografische und zeithistorische Umfeld des jeweiligen Konvolutes erläutert:
„Ihr sehr ergebener Thomas Mann“. Autographen aus dem Archiv des Buddenbrookhauses, hg. von Britta Dittmann, Thomas Rütten, Hans Wißkirchen und Jan Zimmermann, Lübeck: Schmidt-Römhild 2006. (= Aus dem Archiv des Buddenbrookhauses 1), 202 S. ISBN 3-7950-1272-4.
Ausstellung und wissenschaftliche Begleitpublikation
Das Buddenbrookhaus öffnet sein Archiv und präsentiert in dieser Kabinettausstellung unter anderem Briefe Thomas Manns – viele von ihnen sind bislang unveröffentlicht, einige waren bisher gänzlich unbekannt. „Ihr sehr ergebener Thomas Mann“ zeigt den großen Schriftsteller im Spiegel dreier verschiedener Korrespondenzen als Briefschreiber. Unterschiedliche Aspekte, die in Thomas Manns umfangreichen Briefwerk eine Rolle spielen, werden dabei ausgeleuchtet. Literarische Fragen spielen eine Rolle, ebenso wie politische und alltäglich-private. Die ausgestellten, meist handschriftlichen Briefe werden in ihrem jeweilige Kontext erläutert. Weitere Archivalien ergänzen die Präsentation. So lassen sich anhand der Briefe biografische Geschichten – und Geschichte – erzählen.
Zu sehen sind Briefe Thomas Manns aus den Jahren 1930 und 1931 an Georg Rosenthal, den damaligen Direktor des Lübecker Katharineums. Erst 2002 wurden diese bis dahin unbekannten Briefe im Archiv der Schule gefunden. Sie betreffen Thomas Manns Beteiligung an der 400-Jahrfeier, zu der die Schule ihren mittlerweile zu Weltruhm gelangten ehemaligen Schüler eingeladen hatte. Mit Georg Rosenthal diskutierte Thomas Mann im Vorfeld der Feier den Inhalt seiner Rede, die unter dem Titel „Ansprache an die Jugend“ ein bedeutender politischer Appell im Dienste der Demokratie geworden ist.
Der bislang nur in Ausschnitten publizierte Briefwechsel Thomas Manns mit dem Juristen und Literaturwissenschaftler Adolf von Grolman (1888-1973) erlaubt Einblicke in Thomas Manns private Korrespondenz jenseits der „geschäftlichen“ Anfragen, die außerdem politische Aussagen enthält. Adolf von Grolman stand in den Jahren 1914 bis 1919 in regelmäßigem Kontakt mit Thomas Mann und war einer der ersten Universitätsdozenten, der Vorlesungen über ihn hielt. Zwar gab es Hinweise auf diese Korrespondenz, doch galten die Briefe lange als verschollen, bis sie in Familienunterlagen von Grolmans entdeckt wurden. Sie sind deswegen von besonderem Interesse, weil sie aus der für Thomas Mann politisch wichtigen Zeit des Ersten Weltkriegs stammen – eine Zeit, die durch Tagebücher Thomas Manns nicht belegt ist.
Das dritte Konvolut betrifft Thomas Manns langjährige und wechselvolle Beziehung zur Universität Bonn. Seit 1906 war Thomas Mann Mitglied der „Literarhistorischen gesellschaft“ um den Bonner Literaturprofessor Bertold Litzmann und seinen Schüler Carl Enders. Gezeigt werden Briefe und Postkarten von Thomas Mann an Carl Enders aus den Jahren 1907 bis 1926 sowie als besonders wertvolles Exponat die handschriftliche Fassung der „Mitteilung an die Literaturhistorische Gesellschaft in Bonn“. Der Text aus dem Jahr 1907 ist eine der frühesten Aussagen Thomas Manns über seine eigene Arbeitsweise.
Der Briefwechsel erhellt auch die Vorgeschichte der Verleihung der Ehrendoktorwürde an Thomas Mann durch die Bonner Universität im Jahr 1919. Im Dritten Reich wurde sie ihm aberkannt, 1946 wieder zuerkannt. Zu sehen ist in der Ausstellung das amtliche Belegexemplar der Promotionsurkunde, eine Hörspiel schildert diesen für Thomas Mann bedeutenden Vorgang mit all seinen weitreichenden Konsequenzen.
Ermöglicht wurde der Erwerb der Archivstücke in den letzten drei Jahren durch die großzügige Unterstützung der Lübecker Possehl-Stiftung, der Kulturstiftung der Länder, des Katharineums Lübeck und des Fördervereins Buddenbrookhaus e.V.
Zur Ausstellung ist eine Begleitpublikation erschienen, in der die ausgestellten Schriftstücke kommentiert dargestellt werden. Dazu wird in drei essayistischen Beiträgen der Kontext, das biografische und zeithistorische Umfeld des jeweiligen Konvolutes erläutert:
„Ihr sehr ergebener Thomas Mann“. Autographen aus dem Archiv des Buddenbrookhauses, hg. von Britta Dittmann, Thomas Rütten, Hans Wißkirchen und Jan Zimmermann, Lübeck: Schmidt-Römhild 2006. (= Aus dem Archiv des Buddenbrookhauses 1), 202 S. ISBN 3-7950-1272-4.
Die Kinder der Manns
Das Literaturhaus München hat sich mit der Monacensia und weiteren Institutionen zusammengetan, um ein populäres Thema aufzugreifen: Es geht um die Kinder Thomas und Katia Manns. Klaus und Erika haben beispielsweise eine breite Würdigung erfahren, Golo Mann hat bereits mehrere Biografen gefunden, Elisabeth hat sich in Heinrich Breloers Filmtrilogie des Herz der Deutschen erobert - Michael und Monika jedoch stehen noch immer im Schatten. Dies ändert sich mit der Ausstellung, die Bekanntes vergegenwärtigt und einige neue Dokumente präsentiert. Die Kuratoren Uwe Naumann und Astrid Roffmann haben jedenfalls ein buntes Familienalbum aufgeblättert, das im Trend liegt, die Manns als "deutsche Royals" ins Rampenlicht zu stellen und diese Familie immer wieder mit verschiedenen Scheinwerfern zu beleuchten.
Mehr Informationen: http://www.literaturhaus-muenchen.de/programm/ausstellung.asp?ID=2647
Das Literaturhaus München hat sich mit der Monacensia und weiteren Institutionen zusammengetan, um ein populäres Thema aufzugreifen: Es geht um die Kinder Thomas und Katia Manns. Klaus und Erika haben beispielsweise eine breite Würdigung erfahren, Golo Mann hat bereits mehrere Biografen gefunden, Elisabeth hat sich in Heinrich Breloers Filmtrilogie des Herz der Deutschen erobert - Michael und Monika jedoch stehen noch immer im Schatten. Dies ändert sich mit der Ausstellung, die Bekanntes vergegenwärtigt und einige neue Dokumente präsentiert. Die Kuratoren Uwe Naumann und Astrid Roffmann haben jedenfalls ein buntes Familienalbum aufgeblättert, das im Trend liegt, die Manns als "deutsche Royals" ins Rampenlicht zu stellen und diese Familie immer wieder mit verschiedenen Scheinwerfern zu beleuchten.
Mehr Informationen: http://www.literaturhaus-muenchen.de/programm/ausstellung.asp?ID=2647
Große Thomas-Mann-Tagung in München
Thomas-Mann-Tagung
»Hybride Repräsentanz. Die Erfindung des Schriftstellers Thomas Mann«
17.-19.11.2005
Eine Tagung in Kooperation mit der Stiftung Literaturhaus, gefördert von der Fritz-Thyssen-Stiftung.
Konzeption und Leitung der Tagung: Hans Edwin Friedrich, Michael Ansel (beide LMU München) und Gerhard Lauer (Georg-August-Universität Göttingen).
Kein anderer deutscher Autor des 20. Jahrhunderts konnte seinen von der Öffentlichkeit akzeptierten Geltungsanspruch so kontinuierlich über Jahrzehnte ausweiten wie Thomas Mann. Wie gelang es ihm, sich in verschiedenen literarischen, kulturellen und politischen Zusammenhängen als repräsentative künstlerisch-intellektuelle Figur zu inszenieren und sogar noch seinen Nachruhm zu steuern? An dieser öffentlichen Tagung nehmen unter anderem teil: Dieter Borchmeyer (Präsident der Akademie der schönen Künste), Hermann Kurzke (Verfasser der Biographie »Thomas Mann. Das Leben als Kunstwerk«) und Hans Wißkirchen (Leiter des Buddenbrookhauses).
Donnerstag, 17.11., 13-17 Uhr, Saal
»Die Semantik der Repräsentanz I«
Unter anderem mit Beiträgen von Hermann Kurzke (»Auf dem Balkon?« Thomas Manns Selbstinszenierung in den Betrachtungen eines Unpolitischen), Hans Wißkirchen (»Sein und Meinen« – Zur stabilisierenden Funktion eines Gegensatzpaares in den Jahren 1922 und 1933) und Thomas Sprecher (»Strategien der Ruhmesverwaltung«)
Freitag, 18.11., 9-18 Uhr, Saal
»Thomas Mann im literarischen Feld«
Unter anderem mit Bernd Auerochs (»Buber, George, Mann. Drei Stilisierungsweisen«) und Sven Hanuschek (»Ich ließ alles bei gesunder Vernunft über mich ergehen« – Thomas Manns Deutschlandreise im Goethejahr 1949)
»Die Semantik der Repräsentanz II«
Mit Manfred Engel (»Der Dichter als Zeit(krisen)deuter«), Dieter Borchmayer (»Die Geburt des Naiven aus dem Geiste des Sentimentalischen« - Thomas Mann, Schiller und das Stigma der Modernität) und anderen Referenten.
Samstag, 19.11., 9-14 Uhr, Saal
»Der Apparat des Ruhms«
Unter anderem mit Beiträgen von Friedhelm Marx (»Lauter Professoren und Docenten« – Thomas Manns Verhältnis zur Literaturwissenschaft) und Wilhelm Haefs (»Geist, Geld und Buch – Thomas Manns Aufstieg zum Erfolgsautor im S. Fischer Verlag«)
Die Schlussdiskussion um 12.30 Uhr leitet Hans-Edwin Friedrich.
Das vollständige Tagungsprogramm erhalten Sie unter www.literaturhaus-muenchen.de oder unter Tel 089-29 19 34-27. Eintritt: Euro 15.-/12.- (alle drei Tage), 6.-/5.- (pro Tag)
Thomas-Mann-Tagung
»Hybride Repräsentanz. Die Erfindung des Schriftstellers Thomas Mann«
17.-19.11.2005
Eine Tagung in Kooperation mit der Stiftung Literaturhaus, gefördert von der Fritz-Thyssen-Stiftung.
Konzeption und Leitung der Tagung: Hans Edwin Friedrich, Michael Ansel (beide LMU München) und Gerhard Lauer (Georg-August-Universität Göttingen).
Kein anderer deutscher Autor des 20. Jahrhunderts konnte seinen von der Öffentlichkeit akzeptierten Geltungsanspruch so kontinuierlich über Jahrzehnte ausweiten wie Thomas Mann. Wie gelang es ihm, sich in verschiedenen literarischen, kulturellen und politischen Zusammenhängen als repräsentative künstlerisch-intellektuelle Figur zu inszenieren und sogar noch seinen Nachruhm zu steuern? An dieser öffentlichen Tagung nehmen unter anderem teil: Dieter Borchmeyer (Präsident der Akademie der schönen Künste), Hermann Kurzke (Verfasser der Biographie »Thomas Mann. Das Leben als Kunstwerk«) und Hans Wißkirchen (Leiter des Buddenbrookhauses).
Donnerstag, 17.11., 13-17 Uhr, Saal
»Die Semantik der Repräsentanz I«
Unter anderem mit Beiträgen von Hermann Kurzke (»Auf dem Balkon?« Thomas Manns Selbstinszenierung in den Betrachtungen eines Unpolitischen), Hans Wißkirchen (»Sein und Meinen« – Zur stabilisierenden Funktion eines Gegensatzpaares in den Jahren 1922 und 1933) und Thomas Sprecher (»Strategien der Ruhmesverwaltung«)
Freitag, 18.11., 9-18 Uhr, Saal
»Thomas Mann im literarischen Feld«
Unter anderem mit Bernd Auerochs (»Buber, George, Mann. Drei Stilisierungsweisen«) und Sven Hanuschek (»Ich ließ alles bei gesunder Vernunft über mich ergehen« – Thomas Manns Deutschlandreise im Goethejahr 1949)
»Die Semantik der Repräsentanz II«
Mit Manfred Engel (»Der Dichter als Zeit(krisen)deuter«), Dieter Borchmayer (»Die Geburt des Naiven aus dem Geiste des Sentimentalischen« - Thomas Mann, Schiller und das Stigma der Modernität) und anderen Referenten.
Samstag, 19.11., 9-14 Uhr, Saal
»Der Apparat des Ruhms«
Unter anderem mit Beiträgen von Friedhelm Marx (»Lauter Professoren und Docenten« – Thomas Manns Verhältnis zur Literaturwissenschaft) und Wilhelm Haefs (»Geist, Geld und Buch – Thomas Manns Aufstieg zum Erfolgsautor im S. Fischer Verlag«)
Die Schlussdiskussion um 12.30 Uhr leitet Hans-Edwin Friedrich.
Das vollständige Tagungsprogramm erhalten Sie unter www.literaturhaus-muenchen.de oder unter Tel 089-29 19 34-27. Eintritt: Euro 15.-/12.- (alle drei Tage), 6.-/5.- (pro Tag)
49 Fragen für Ihre eine Antwort
Bis zum 1. November 2005 belohnen wir Thomas-Mann-Leser, die einen Text über einen besonderen Leseeindruck in unserer Rubrik Lesebegegnungen einstellen mit einem Gratisexemplar des soeben erschienen Taschenbuches von Thomas Klugkist: 49 Fragen und Antworten zu Thomas Mann. Das originelle Leseerlebnis sollte eine Länge von mindestens 1.000 und höchstens 2.000 Zeichen haben und wird bei entsprechender Eignung veröffentlicht. Wir bedanken uns bei allen, die sich an der Aktion beteiligen und denen etwas besonderes zu Thomas Mann einfällt. Bitte vergessen Sie nicht, auch Ihre Adresse in das Textfeld für unseren internen Gebrauch einzutragen.
>> http://www.thomasmann.de/thomasmann/lesebegegnungen/
Bis zum 1. November 2005 belohnen wir Thomas-Mann-Leser, die einen Text über einen besonderen Leseeindruck in unserer Rubrik Lesebegegnungen einstellen mit einem Gratisexemplar des soeben erschienen Taschenbuches von Thomas Klugkist: 49 Fragen und Antworten zu Thomas Mann. Das originelle Leseerlebnis sollte eine Länge von mindestens 1.000 und höchstens 2.000 Zeichen haben und wird bei entsprechender Eignung veröffentlicht. Wir bedanken uns bei allen, die sich an der Aktion beteiligen und denen etwas besonderes zu Thomas Mann einfällt. Bitte vergessen Sie nicht, auch Ihre Adresse in das Textfeld für unseren internen Gebrauch einzutragen.
>> http://www.thomasmann.de/thomasmann/lesebegegnungen/
Große Konferenz zu Heinrich und Thomas Mann in Rom
Von Juli bis Oktober 1895 verbrachten Thomas und Heinrich Mann mehrere Monate gemeinsam in Italien. Diese Phase gilt als fruchtbarste der künstlerischen Zusammenarbeit der beiden Romanciers. Von Oktober 1896 bis April 1898 folgte ein zweiter Italienaufenthalt. Der erste jedoch – in Rom und Palestrina – war für beide der intensivere. Die Provinzregierung von Rom, die Gemeinde Palestrina sowie zahlreiche italienische Forschungsinstitutionen thematisieren das Verhältnis der Brüder Mann zu Italien und ihr Romanwerk in einer internationalen Tagung: „Heinrich Mann, Thomas Mann e il romanzo moderno“. Die wissenschaftliche Federführung liegt beim Istituto Italiano di Studi Germanici, der Konferenzort ist die Villa Sciarra-Wurts am Gianicolo mitten in Roms grüner Mitte.
Die Tagung, auf der sich aus Anlass des 50. Todestages Thomas Manns die Spitzen der Mann-Forschung ein Stelldichein geben, findet vom 12-15. Oktober 2005 statt. Als Organisatoren firmieren Vincenzo Capelletti, Paolo Chiarini und Elisabeth Galvan. Mit Eckhard Heftrich, Thomas Sprecher und Ruprecht Wimmer sind auch die Repräsentanten der deutschsprachigen Thomas-Mann-Forschung und der literarischen Gesellschaften beteiligt.
Heinrich Detering wird wie sein venezianischer Kollege Marco Rispoli über „Königliche Hoheit“ sprechen, Ida Porena, Ruprecht Wimmer, Thomas Sprecher und Werner Fritzen sprechen über die späten Romane, Michael Maar über „Thomas Mann und der Teufel“. Helmuth Koopmann, der unlängst eine streitbare Monografie zu den Brüdern Mann vorlegt hat, nimmt auch auf dieser Tagung beide Brüder in den Blick und spricht zu Mythen und Mythentravestien. Weitere Themen sind Thomas Mann und Wolfgang Koeppen sowie Mann in Beziehung zu Uwe Johnson.
Am Samstag tagt die Konferenz in Palestrina; dorr sprechen Chiara Cerri und Andrea Landolfi. Auch die Casa di Goethe beherbergt die Tagung und steuert eine Ausstellung bei, durch die Leiterin Ursula Bongaerts führt.
Insgesamt ist es den Organisatoren gelungen, neben der Lübecker Tagung vom August die Spitzen der Forschung und Nachwuchswissenschaftler zu versammeln und die Brüderbeziehung in den Blick zu nehmen. Dass die Tagung im goldenen Oktober in Rom stattfindet, kann nur als großer Gewinn bezeichnet werden.
Weitere Informationen finden Sie unter Telefonnummer 0039-06-5888132 oder todini@studigermanici.it beim Istituto Italiano Germanici in der Villa Sciarra, Via Calandrelli 25 in 00153 Roma.
Von Juli bis Oktober 1895 verbrachten Thomas und Heinrich Mann mehrere Monate gemeinsam in Italien. Diese Phase gilt als fruchtbarste der künstlerischen Zusammenarbeit der beiden Romanciers. Von Oktober 1896 bis April 1898 folgte ein zweiter Italienaufenthalt. Der erste jedoch – in Rom und Palestrina – war für beide der intensivere. Die Provinzregierung von Rom, die Gemeinde Palestrina sowie zahlreiche italienische Forschungsinstitutionen thematisieren das Verhältnis der Brüder Mann zu Italien und ihr Romanwerk in einer internationalen Tagung: „Heinrich Mann, Thomas Mann e il romanzo moderno“. Die wissenschaftliche Federführung liegt beim Istituto Italiano di Studi Germanici, der Konferenzort ist die Villa Sciarra-Wurts am Gianicolo mitten in Roms grüner Mitte.
Die Tagung, auf der sich aus Anlass des 50. Todestages Thomas Manns die Spitzen der Mann-Forschung ein Stelldichein geben, findet vom 12-15. Oktober 2005 statt. Als Organisatoren firmieren Vincenzo Capelletti, Paolo Chiarini und Elisabeth Galvan. Mit Eckhard Heftrich, Thomas Sprecher und Ruprecht Wimmer sind auch die Repräsentanten der deutschsprachigen Thomas-Mann-Forschung und der literarischen Gesellschaften beteiligt.
Heinrich Detering wird wie sein venezianischer Kollege Marco Rispoli über „Königliche Hoheit“ sprechen, Ida Porena, Ruprecht Wimmer, Thomas Sprecher und Werner Fritzen sprechen über die späten Romane, Michael Maar über „Thomas Mann und der Teufel“. Helmuth Koopmann, der unlängst eine streitbare Monografie zu den Brüdern Mann vorlegt hat, nimmt auch auf dieser Tagung beide Brüder in den Blick und spricht zu Mythen und Mythentravestien. Weitere Themen sind Thomas Mann und Wolfgang Koeppen sowie Mann in Beziehung zu Uwe Johnson.
Am Samstag tagt die Konferenz in Palestrina; dorr sprechen Chiara Cerri und Andrea Landolfi. Auch die Casa di Goethe beherbergt die Tagung und steuert eine Ausstellung bei, durch die Leiterin Ursula Bongaerts führt.
Insgesamt ist es den Organisatoren gelungen, neben der Lübecker Tagung vom August die Spitzen der Forschung und Nachwuchswissenschaftler zu versammeln und die Brüderbeziehung in den Blick zu nehmen. Dass die Tagung im goldenen Oktober in Rom stattfindet, kann nur als großer Gewinn bezeichnet werden.
Weitere Informationen finden Sie unter Telefonnummer 0039-06-5888132 oder todini@studigermanici.it beim Istituto Italiano Germanici in der Villa Sciarra, Via Calandrelli 25 in 00153 Roma.
Lösung unseres Gewinnspiels: César Franck
Dirigieren würde er wie Bruno Walter. Dies schrieb Thomas Mann dem Maestro zum 70. Geburtstag. Bei dieser Gelegenheit verriet Mann das Geheimnis, wie er wohl komponiert hätte, wäre er statt Schriftsteller Notensetzer geworden. Weder der bei Mann immer verdächtige Wagner noch Mahler waren die beiden Vorbilder, sondern der Franzose César Franck. Franck (1822-1890) lehrte am Konservatorium in Paris und komponierte Oratorien, Kammermusik und Orgelwerke. Er ist noch heute dafür bekannt, den Kompositionsstil der deutschen Romantik mit französischer „clarité“ gepaart zu haben. Einmal mehr zeigt sich an Thomas Manns Bekenntnis zu Franck, wie bewandert er in der französischen Musik war und die romantische Tradition in dieser Ausformung eher schätzte als bei Wagner.
Der Gewinner der wunderschönen Krull-Ausgabe, die vom Antiquariatsporatl www.zvab.com gestiftet wurde ist: Karl-Heinz Hartmann aus Frankenberg an der Eder. Weitere Gewinne gingen an David Christian Bauer (Wien), Marcus Majdu (Frankfurt a. M.), Thomas Albert Paulitz (Oldenbüttel) und Wilfried Hackenbroch (Borcken).
Wir bedanken uns bei allen, die mitgeraten haben und ermuntern Sie, Thomas Manns Geburtstagsgruß an Bruno Walter einmal zu lesen (Thomas Mann: Reden und Aufsätze 2, Gesammelte Werke in dreizehn Bänden, S. 507ff.)
Dirigieren würde er wie Bruno Walter. Dies schrieb Thomas Mann dem Maestro zum 70. Geburtstag. Bei dieser Gelegenheit verriet Mann das Geheimnis, wie er wohl komponiert hätte, wäre er statt Schriftsteller Notensetzer geworden. Weder der bei Mann immer verdächtige Wagner noch Mahler waren die beiden Vorbilder, sondern der Franzose César Franck. Franck (1822-1890) lehrte am Konservatorium in Paris und komponierte Oratorien, Kammermusik und Orgelwerke. Er ist noch heute dafür bekannt, den Kompositionsstil der deutschen Romantik mit französischer „clarité“ gepaart zu haben. Einmal mehr zeigt sich an Thomas Manns Bekenntnis zu Franck, wie bewandert er in der französischen Musik war und die romantische Tradition in dieser Ausformung eher schätzte als bei Wagner.
Der Gewinner der wunderschönen Krull-Ausgabe, die vom Antiquariatsporatl www.zvab.com gestiftet wurde ist: Karl-Heinz Hartmann aus Frankenberg an der Eder. Weitere Gewinne gingen an David Christian Bauer (Wien), Marcus Majdu (Frankfurt a. M.), Thomas Albert Paulitz (Oldenbüttel) und Wilfried Hackenbroch (Borcken).
Wir bedanken uns bei allen, die mitgeraten haben und ermuntern Sie, Thomas Manns Geburtstagsgruß an Bruno Walter einmal zu lesen (Thomas Mann: Reden und Aufsätze 2, Gesammelte Werke in dreizehn Bänden, S. 507ff.)
Thomas Mann-Datenbank
Seit 11. August kann jeder Internetnutzer auf der Homepage des Buddenbrookhauses in den zahlreichen Rezeptionszeugnissen recherchieren, die für die Ausstellung zu Thomas Manns Nachleben verwertet wurden. Die Angaben sind in einer bedienungsfreundlichen Datenbank recherchierbar und enthalten ausführliche bibliografische Nachweise.
In wenigen Monaten möchte das Buddenbrookhaus auch die Texte gescannt ins Internet stellen, so Pressesprecher Holger Pils. Diese Seite ist für jeden an Thomas Mann Interessierten eine Fundgrube und ergänzt die Bibliografie des Thomas Mann-Forschers Klaus W. Jonas, der vor wenigen Wochen seinen 85. Geburtstag feierte. Jonas hat drei Bände mit Rezeptionsnachweisen vorgelegt. Wenn erst entlegene Texte als Scans vorliegen, steht die Thomas-Mann-Forschung vor neuen Ausgangsbedingungen. http://www.buddenbrookhaus.de/index.php?option=com_content&task=view&id=222&Itemid=151
Seit 11. August kann jeder Internetnutzer auf der Homepage des Buddenbrookhauses in den zahlreichen Rezeptionszeugnissen recherchieren, die für die Ausstellung zu Thomas Manns Nachleben verwertet wurden. Die Angaben sind in einer bedienungsfreundlichen Datenbank recherchierbar und enthalten ausführliche bibliografische Nachweise.
In wenigen Monaten möchte das Buddenbrookhaus auch die Texte gescannt ins Internet stellen, so Pressesprecher Holger Pils. Diese Seite ist für jeden an Thomas Mann Interessierten eine Fundgrube und ergänzt die Bibliografie des Thomas Mann-Forschers Klaus W. Jonas, der vor wenigen Wochen seinen 85. Geburtstag feierte. Jonas hat drei Bände mit Rezeptionsnachweisen vorgelegt. Wenn erst entlegene Texte als Scans vorliegen, steht die Thomas-Mann-Forschung vor neuen Ausgangsbedingungen. http://www.buddenbrookhaus.de/index.php?option=com_content&task=view&id=222&Itemid=151
„Thomas Mann ist der große Meister der Liebesgeschichte im 20. Jahrhundert“
Dieses auf den ersten Blick ungewöhnliche Urteil äußerte Marcel Reich-Ranicki in der jüngsten Sendung des Literarischen Quartetts am 17. August, das Thomas Mann gewidmet war. Im Frühjahr lebte das ZDF-Fernsehquartett bereits zu Ehren Schillers auf, nun aus Anlass des 50. Todestages Thomas Manns. Es nahmen Teil: wie immer Iris Radisch, Hellmuth Karasek und als Gast Robert Gernhardt, dem die Rolle des Künstlers zukam, der jüngst ein Buch mit liebevollen Zeichnungen bei S. Fischer vorgelegt hatte (siehe den Bericht unten).
In der Sendung ging es jedoch nicht um Gernhardts „Randfigurenkabinett“, auch nicht um die großen Romane Thomas Manns, sondern um diejenigen Texte, mit denen man den großen Autor am unproblematischsten kennen lernen kann: die Erzählungen. Die vier Kritiker hatten sich „Tristan“, „Tod in Venedig“ „Mario und der Zauberer“ und „Tonio Kröger“ ausgesucht und damit die bekanntesten Erzählungen Manns in den Blick genommen. Alle vier Diskutanten waren gut vorbereitet und wussten Profundes beizusteuern, die Neue Kommentierte Frankfurter Ausgabe mit Terence J. Reeds Kommentaren bietet ja nun eine neue fundierte Grundlage dafür.
„Kunst kann tödlich sein“, resümierte Hellmuth Karasek die Sanatoriums-Novelle „Tristan“ um den Schriftsteller Detlev Spinell. Als die hinfällige Gabriele Klöterjahn verbotenerweise den Tristan-Akkord Wagners spielte war es um sie geschehen; Spinell hatte sie zum Spielen verführt; er gibt aber nicht nur eine verkrachte Schriftstellerexistenz ab, sondern Mann zeichnete – so Gernhardt – fast ein liebevoll-verständnisvolles Porträt des Künstlers.
Die berühmteste der Erzählungen, der „Tod in Venedig“ kam in der Sendung kurz weg; gelobt wurde insbesondere Viscontis Verfilmung. Reich-Ranicki bezeichnete die Szene als „Höhepunkt der deutschen Literatur des 20. Jahrhunderts“, als Aschenbach dem kleinen Tadzio auf die Schulter klopfen, ihn ansprechen wollte und es nicht tat, drohte doch sein Wunschgebäude zusammenzufallen.
An „Mario und der Zauberer“ wurde das hellsichtig beschriebene Politische in den Vordergrund gerückt. Iris Radisch erkannte bereits Gedanken präfiguriert, die später in Manns Essay „Bruder Hitler“ ausgeführt werden sollten: der charismatische Führer, die Masse und die Suggestion, der selbst der Erzähler anheim fiel.
An schwersten tat sich das Quartett mit der Künstlernovelle „Tonio Kröger“, die „Lieblingsgeschichte aller Deutschlehrer, weil sich aus ihr ein lupenreines Tafelbild entwickeln lässt“, so Iris Radisch. Reich-Ranicki gab zu bedenken, dass bei allen Schwächen der Novelle das Urteil Martin Walsers vom Jahr 1975, es handele sich um die schlechteste Erzählung des Jahrhunderts, nicht haltbar sei. Schwächen gab allerdings auch er zu, stellte aber fest: In „Tonio Kröger“ stecke bereits der ganze spätere Thomas Mann, so schlecht könne dieses Präludium dann doch auch nicht sein. Den Vorschlag Karaseks, mit dem blauäugigen Angehimmelten Tonios, Hans Hansen, einfach auf die Literatur zu pfeifen und Fußball spielen zu gehen, quittierte Reich-Ranicki mit der Schlusspointe, dies sei doch eine höchst gefährliche Vereinfachung. Alles hat seine Zeit: Fußball aber auch die Lektüre von Thomas Mann.
Dieses auf den ersten Blick ungewöhnliche Urteil äußerte Marcel Reich-Ranicki in der jüngsten Sendung des Literarischen Quartetts am 17. August, das Thomas Mann gewidmet war. Im Frühjahr lebte das ZDF-Fernsehquartett bereits zu Ehren Schillers auf, nun aus Anlass des 50. Todestages Thomas Manns. Es nahmen Teil: wie immer Iris Radisch, Hellmuth Karasek und als Gast Robert Gernhardt, dem die Rolle des Künstlers zukam, der jüngst ein Buch mit liebevollen Zeichnungen bei S. Fischer vorgelegt hatte (siehe den Bericht unten).
In der Sendung ging es jedoch nicht um Gernhardts „Randfigurenkabinett“, auch nicht um die großen Romane Thomas Manns, sondern um diejenigen Texte, mit denen man den großen Autor am unproblematischsten kennen lernen kann: die Erzählungen. Die vier Kritiker hatten sich „Tristan“, „Tod in Venedig“ „Mario und der Zauberer“ und „Tonio Kröger“ ausgesucht und damit die bekanntesten Erzählungen Manns in den Blick genommen. Alle vier Diskutanten waren gut vorbereitet und wussten Profundes beizusteuern, die Neue Kommentierte Frankfurter Ausgabe mit Terence J. Reeds Kommentaren bietet ja nun eine neue fundierte Grundlage dafür.
„Kunst kann tödlich sein“, resümierte Hellmuth Karasek die Sanatoriums-Novelle „Tristan“ um den Schriftsteller Detlev Spinell. Als die hinfällige Gabriele Klöterjahn verbotenerweise den Tristan-Akkord Wagners spielte war es um sie geschehen; Spinell hatte sie zum Spielen verführt; er gibt aber nicht nur eine verkrachte Schriftstellerexistenz ab, sondern Mann zeichnete – so Gernhardt – fast ein liebevoll-verständnisvolles Porträt des Künstlers.
Die berühmteste der Erzählungen, der „Tod in Venedig“ kam in der Sendung kurz weg; gelobt wurde insbesondere Viscontis Verfilmung. Reich-Ranicki bezeichnete die Szene als „Höhepunkt der deutschen Literatur des 20. Jahrhunderts“, als Aschenbach dem kleinen Tadzio auf die Schulter klopfen, ihn ansprechen wollte und es nicht tat, drohte doch sein Wunschgebäude zusammenzufallen.
An „Mario und der Zauberer“ wurde das hellsichtig beschriebene Politische in den Vordergrund gerückt. Iris Radisch erkannte bereits Gedanken präfiguriert, die später in Manns Essay „Bruder Hitler“ ausgeführt werden sollten: der charismatische Führer, die Masse und die Suggestion, der selbst der Erzähler anheim fiel.
An schwersten tat sich das Quartett mit der Künstlernovelle „Tonio Kröger“, die „Lieblingsgeschichte aller Deutschlehrer, weil sich aus ihr ein lupenreines Tafelbild entwickeln lässt“, so Iris Radisch. Reich-Ranicki gab zu bedenken, dass bei allen Schwächen der Novelle das Urteil Martin Walsers vom Jahr 1975, es handele sich um die schlechteste Erzählung des Jahrhunderts, nicht haltbar sei. Schwächen gab allerdings auch er zu, stellte aber fest: In „Tonio Kröger“ stecke bereits der ganze spätere Thomas Mann, so schlecht könne dieses Präludium dann doch auch nicht sein. Den Vorschlag Karaseks, mit dem blauäugigen Angehimmelten Tonios, Hans Hansen, einfach auf die Literatur zu pfeifen und Fußball spielen zu gehen, quittierte Reich-Ranicki mit der Schlusspointe, dies sei doch eine höchst gefährliche Vereinfachung. Alles hat seine Zeit: Fußball aber auch die Lektüre von Thomas Mann.
Ein neuer Kompass durch das Thomas-Mann-Antiquariat:
Liebhaberausgaben und Forschungsliteratur bei zvab.com
Aus Anlass des 50. Todestages von Thomas Mann hat das Antiquariats-Portal zvab.com eine Sonderrubrik eingerichtet, in der eine breite Palette von Büchern Thomas Manns vorzufinden ist. Von den gängigen Titeln der Sekundärliteratur mit „Klassikern“ wie Wyssling, Heftrich, Kurzke und Mayer bis hin zur bibliophilen Erstausgabe finden sich dort sämtliche wichtigen Texte von und über Thomas Mann. Auf diese Weise wird der gezielte Zugriff auf Mann-Bücher erleichtert; insbesondere der Vergleich verschiedener Ausgaben ist nun ein Kinderspiel, weil verschiedene Suchbegriffe bereits von der ZVAB-Redaktion verknüpft wurden.
ZVAB läutete dieses Spezialangebot mit der Verlosung einer besonders wertvollen Ausgabe des „Felix Krull“ ein. Sie können dieses Buch im Gewinnspiel des S. Fischer Verlages gewinnen. Falls Sie leer ausgehen, finden Sie bei zvab.com zahlreiche Ausgaben aus zuverlässiger Hand.
Auf die Thomas-Mann-Sonderseite gelangen Sie über diesen Link:
http://www.zvab.com/main.html?con=special&axx=pub_FISCHER
Liebhaberausgaben und Forschungsliteratur bei zvab.com
Aus Anlass des 50. Todestages von Thomas Mann hat das Antiquariats-Portal zvab.com eine Sonderrubrik eingerichtet, in der eine breite Palette von Büchern Thomas Manns vorzufinden ist. Von den gängigen Titeln der Sekundärliteratur mit „Klassikern“ wie Wyssling, Heftrich, Kurzke und Mayer bis hin zur bibliophilen Erstausgabe finden sich dort sämtliche wichtigen Texte von und über Thomas Mann. Auf diese Weise wird der gezielte Zugriff auf Mann-Bücher erleichtert; insbesondere der Vergleich verschiedener Ausgaben ist nun ein Kinderspiel, weil verschiedene Suchbegriffe bereits von der ZVAB-Redaktion verknüpft wurden.
ZVAB läutete dieses Spezialangebot mit der Verlosung einer besonders wertvollen Ausgabe des „Felix Krull“ ein. Sie können dieses Buch im Gewinnspiel des S. Fischer Verlages gewinnen. Falls Sie leer ausgehen, finden Sie bei zvab.com zahlreiche Ausgaben aus zuverlässiger Hand.
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Horst Köhler und Marcel Reich-Ranicki sprechen in der Marienkirche
Thomas Mann ist vor fünfzig Jahren gestorben. Zeitlebens hat er alles für den Erhalt seines Nachruhmes getan; sicher war er sich dessen bis zum 12. August 1955 nie. In einer bewegenden Feierstunde in der Lübecker Marienkirche, dem Gotteshaus, in dem Thomas Mann getauft wurde, gedachten Politik und Geist dem Nobelpreisträger. Lebendig wie am ersten Tag sei das Werk Thomas Mann, so schloss der Festredner Marcel Reich-Ranicki, der – so Horst Köhler – die Verbreitung von Manns Werk befördert habe wie kein zweiter.
Eine betuliche Festrede lieferte Reich-Ranicki nicht, der an einem Lesetisch vor dem Altar platz nahm. Vielmehr munterte er die Forschung auf, die Reklame-Strategien Thomas Manns in eigener Sache schonungslos offen zu legen. Reich-Ranicki war schonungslos ehrlich. Als zentralen Wendepunkt in der Wahrnehmung Thomas Manns bezeichnete er die Tagebücher, die zu erscheinen begannen, nachdem Manns 100. Geburtstag den Tiefpunkt in der Annerkennung, vor allem der Schriftstellerkollegen, markiert habe. Die Tagebücher mit ihren zahlreichen Belanglosigkeiten seien weder luzide Zeitdokumente noch große Literatur, sie brachten der Öffentlichkeit aber einen anderen Thomas Mann nahe: den Hypochonder und Neurotiker, den gar nicht festlich-repräsentativen Großschriftsteller. Als das Tagebuchunternehmen 1985 abgeschlossen war, so Reich-Ranicki, standen seine Leser vor einer neuen Ausgangsposition. Thomas Mann hatte mit dem impliziten Wunsch der Veröffentlichung seiner Journale gleichzeitig die Demontage des mühsam aufgearbeiteten Bildes eingeleitet, Verkrustungen brachen auf.
Und Thomas Mann heute? Ist er wirklich letzter seines Zeitalters gewesen und mit ihm seine Sujets, sein Stil? Lange hatte auch die Literaturwissenschaft James Joyce als den Revolutionär des Romans gefeiert und das Ende dieser Gattung postuliert. Reich-Ranicki jedoch sieht bei zahlreichen deutschsprachigen Autoren mehr Verwandtschaft zu Thomas Mann als zu Joyce, Dos Passos, Döblin oder Koeppen. Familiengeschichten und Erzählungen heutiger Autoren werfen die Frage auf, ob nicht auch in Thomas Manns Werk innovative und tragende Momente steckten, die es aufzuspüren gelte.
Marcel Reich-Ranickis Festrede ist am Montag im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung nachzulesen. Eingeleitet wurde die Festrede des Literaturkritikers durch den Bundespräsidenten, der gerade in der Marienkirche, in der immer noch die herabgestürzten Glocken der Bombennacht zu besichtigen sind, nach Thomas Manns Verhältnis zu Deutschland und den Deutschen fragte und seine Rede an deutsche Hörer zitierte. Auch er fragte anschließend nach der Aktualität der Texte von Thomas Mann und führte den öffentlich-rechtlichen Rundfunk neben der Schule als anregendes und anstiftendes Medium an, insbesondere Heinrich Breloers Film „Die Manns“ – ein Mehrteiler, der aber auch maßgeblich dazu beitrug, dass die Familie Mann heute auch jenseits der Literatur einen Unterhaltungswert habe. Hans Wisskirchen, der Leiter des Buddenbrook-Hauses hatte die Popularisierung der Manns als „deutsche Royals“ auf dem am Donnerstag und Freitag stattfindenden Forschungskolloquium untersucht. Thomas Manns Nachruhm und der der Seinen steht folglich fünfzig Jahre nach seinem Tod nicht im geringsten in Zweifel und 1,4 Mio. verkaufte Bücher Thomas Manns in den letzten fünf Jahren sprechen eine ebenso deutliche Sprache.
Thomas Mann ist vor fünfzig Jahren gestorben. Zeitlebens hat er alles für den Erhalt seines Nachruhmes getan; sicher war er sich dessen bis zum 12. August 1955 nie. In einer bewegenden Feierstunde in der Lübecker Marienkirche, dem Gotteshaus, in dem Thomas Mann getauft wurde, gedachten Politik und Geist dem Nobelpreisträger. Lebendig wie am ersten Tag sei das Werk Thomas Mann, so schloss der Festredner Marcel Reich-Ranicki, der – so Horst Köhler – die Verbreitung von Manns Werk befördert habe wie kein zweiter.
Eine betuliche Festrede lieferte Reich-Ranicki nicht, der an einem Lesetisch vor dem Altar platz nahm. Vielmehr munterte er die Forschung auf, die Reklame-Strategien Thomas Manns in eigener Sache schonungslos offen zu legen. Reich-Ranicki war schonungslos ehrlich. Als zentralen Wendepunkt in der Wahrnehmung Thomas Manns bezeichnete er die Tagebücher, die zu erscheinen begannen, nachdem Manns 100. Geburtstag den Tiefpunkt in der Annerkennung, vor allem der Schriftstellerkollegen, markiert habe. Die Tagebücher mit ihren zahlreichen Belanglosigkeiten seien weder luzide Zeitdokumente noch große Literatur, sie brachten der Öffentlichkeit aber einen anderen Thomas Mann nahe: den Hypochonder und Neurotiker, den gar nicht festlich-repräsentativen Großschriftsteller. Als das Tagebuchunternehmen 1985 abgeschlossen war, so Reich-Ranicki, standen seine Leser vor einer neuen Ausgangsposition. Thomas Mann hatte mit dem impliziten Wunsch der Veröffentlichung seiner Journale gleichzeitig die Demontage des mühsam aufgearbeiteten Bildes eingeleitet, Verkrustungen brachen auf.
Und Thomas Mann heute? Ist er wirklich letzter seines Zeitalters gewesen und mit ihm seine Sujets, sein Stil? Lange hatte auch die Literaturwissenschaft James Joyce als den Revolutionär des Romans gefeiert und das Ende dieser Gattung postuliert. Reich-Ranicki jedoch sieht bei zahlreichen deutschsprachigen Autoren mehr Verwandtschaft zu Thomas Mann als zu Joyce, Dos Passos, Döblin oder Koeppen. Familiengeschichten und Erzählungen heutiger Autoren werfen die Frage auf, ob nicht auch in Thomas Manns Werk innovative und tragende Momente steckten, die es aufzuspüren gelte.
Marcel Reich-Ranickis Festrede ist am Montag im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung nachzulesen. Eingeleitet wurde die Festrede des Literaturkritikers durch den Bundespräsidenten, der gerade in der Marienkirche, in der immer noch die herabgestürzten Glocken der Bombennacht zu besichtigen sind, nach Thomas Manns Verhältnis zu Deutschland und den Deutschen fragte und seine Rede an deutsche Hörer zitierte. Auch er fragte anschließend nach der Aktualität der Texte von Thomas Mann und führte den öffentlich-rechtlichen Rundfunk neben der Schule als anregendes und anstiftendes Medium an, insbesondere Heinrich Breloers Film „Die Manns“ – ein Mehrteiler, der aber auch maßgeblich dazu beitrug, dass die Familie Mann heute auch jenseits der Literatur einen Unterhaltungswert habe. Hans Wisskirchen, der Leiter des Buddenbrook-Hauses hatte die Popularisierung der Manns als „deutsche Royals“ auf dem am Donnerstag und Freitag stattfindenden Forschungskolloquium untersucht. Thomas Manns Nachruhm und der der Seinen steht folglich fünfzig Jahre nach seinem Tod nicht im geringsten in Zweifel und 1,4 Mio. verkaufte Bücher Thomas Manns in den letzten fünf Jahren sprechen eine ebenso deutliche Sprache.
Lübeck im Zeichen Thomas Manns
Höhepunkt der Gedenkwoche in der Hansestadt ist das internationale Wissenschaftskolloquium zu Ehren Thomas Manns am Donnerstag und Freitag, an dem Thomas-Mann-Experten wie Hans-Rudolf Vaget, Ruprecht Wimmer, Hermann Kurzke und Eckhart Heftrich teilnehmen. Das Thema der Tagung sind "Thomas Mann-Bilder". Der Dienstag steht ganz im Zeichen der jungen Thomas Mann-Forscher, die ihre Projekte vorstellen. Im Rahmen der Gedenkwoche wurde auch das Buch von Robert Gernhardt und Barbara Hoffmeister zu den Randfiguren in Thomas Manns Werk vorgestellt, die in einem Fexierspiegelkabinett aufs Papier gebracht wurden - zeichnerisch und im Wort. Das Buddenbrookhaus widmete diesem Thema zudem eine Ausstellung. Den feierlichen Abschluss bildet ein Festakt in der Marienkirche am Samstag nachmittag mit Bundespräsident Horst Köhler und Marcel Reich-Ranicki.
Höhepunkt der Gedenkwoche in der Hansestadt ist das internationale Wissenschaftskolloquium zu Ehren Thomas Manns am Donnerstag und Freitag, an dem Thomas-Mann-Experten wie Hans-Rudolf Vaget, Ruprecht Wimmer, Hermann Kurzke und Eckhart Heftrich teilnehmen. Das Thema der Tagung sind "Thomas Mann-Bilder". Der Dienstag steht ganz im Zeichen der jungen Thomas Mann-Forscher, die ihre Projekte vorstellen. Im Rahmen der Gedenkwoche wurde auch das Buch von Robert Gernhardt und Barbara Hoffmeister zu den Randfiguren in Thomas Manns Werk vorgestellt, die in einem Fexierspiegelkabinett aufs Papier gebracht wurden - zeichnerisch und im Wort. Das Buddenbrookhaus widmete diesem Thema zudem eine Ausstellung. Den feierlichen Abschluss bildet ein Festakt in der Marienkirche am Samstag nachmittag mit Bundespräsident Horst Köhler und Marcel Reich-Ranicki.

Im Monat des 50. Todestages von Thomas Mann verlosen wir einen ganz besonderen Preis, der vom ZVAB, dem Zentralen Verzeichnis Antiquarischer Bücher, zur Verfügung gestellt wird:
eine Luxusausgabe der "Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull", von Thomas Mann signiert und derzeit 850,- € wert.
Um die Frage beantworten zu können, sollten Sie sich mit den musikalischen Vorlieben Thomas Manns auskennen. Die Antwort ist aber auch mit den einschlägigen Registern der Tagebücher oder Essays recherchierbar.
Zum Gewinnspiel
Görtemaker - Thomas Mann und die Politik
Soeben ist Manfred Görtemakers Monographie "Thomas Mann und die Politik" erschienen. Görtemaker untersucht darin die wichtigsten Stationen in der Beziehung des Autors zur Politik: seine Zeit als „Vernunftrepublikaner“ in der Weimarer Republik, die frühe Gegnerschaft zum Nazistaat, die Emigrationszeit in der Schweiz und den USA, schließlich seine skeptische Haltung zur „fragilen Republik“ Adenauers, mit der er sich bis zu seinem Tod 1955 nicht anfreunden konnte.
Das Bild, das sich dabei ergibt, zeigt einen Thomas Mann, der immer wieder zwischen der Neigung zum Rückzug in die Sphäre des „reinen Künstlers“ und der Verpflichtung zur politischen Stellungnahme schwankte. Manfred Görtemakers Buch lässt zum ersten Mal nach Vorliegen der Tagebücher Thomas Manns und der großen Biographien das Verhältnis Thomas Manns zur Politik in einem neuen Licht erscheinen.
Soeben ist Manfred Görtemakers Monographie "Thomas Mann und die Politik" erschienen. Görtemaker untersucht darin die wichtigsten Stationen in der Beziehung des Autors zur Politik: seine Zeit als „Vernunftrepublikaner“ in der Weimarer Republik, die frühe Gegnerschaft zum Nazistaat, die Emigrationszeit in der Schweiz und den USA, schließlich seine skeptische Haltung zur „fragilen Republik“ Adenauers, mit der er sich bis zu seinem Tod 1955 nicht anfreunden konnte.
Das Bild, das sich dabei ergibt, zeigt einen Thomas Mann, der immer wieder zwischen der Neigung zum Rückzug in die Sphäre des „reinen Künstlers“ und der Verpflichtung zur politischen Stellungnahme schwankte. Manfred Görtemakers Buch lässt zum ersten Mal nach Vorliegen der Tagebücher Thomas Manns und der großen Biographien das Verhältnis Thomas Manns zur Politik in einem neuen Licht erscheinen.
Sondersendung: "Literarisches Quartett" zu Thomas Mann
Schiller bekam die Ehre, Thomas Mann wird sie in diesem Jahr der Gedenkfeiern auch erwiesen: Das legendäre „Literarische Quartett“ des ZDF mit Hellmuth Karasek, Marcel Reich-Ranicki und Iris Radisch wird sich in Travemünde zu einer Sondersendung wiedervereinen, um an den 50. Todestag Thomas Manns zu erinnern. Die Sendung, in der Satiriker Robert Gernhard zu Gast sein wird, wird am 17. August ausgestrahlt; er hat Thomas Mann aufs Korn genommen.
Travemünde bietet sich in zweierlei Hinsicht für diese Sendung an: Zunächst wird im benachbarten Lübeck in der kompletten Vorwoche eine Tagung zu Thomas Mann stattfinden, die von zahlreichen Einzelveranstaltungen der Thomas-Mann-Gesellschaft, dem Buddenbrook-Haus und dem S. Fischer Verlag begleitet wird. Neben dieser Nähe zu Thomas Manns Geburtsstadt ist Travemünde ein Ort von Thomas Manns Jugend – der der Sommerfrische und jenseits des Alltags. Welche Bücher sich das Quartett diesmal vornehmen wird, ist noch nicht bekannt – zu erwarten sind mit Sicherheit kompetente Leseempfehlungen von Texten Thomas Manns, denen eine große Öffentlichkeit bislang verwehrt blieb.
Schiller bekam die Ehre, Thomas Mann wird sie in diesem Jahr der Gedenkfeiern auch erwiesen: Das legendäre „Literarische Quartett“ des ZDF mit Hellmuth Karasek, Marcel Reich-Ranicki und Iris Radisch wird sich in Travemünde zu einer Sondersendung wiedervereinen, um an den 50. Todestag Thomas Manns zu erinnern. Die Sendung, in der Satiriker Robert Gernhard zu Gast sein wird, wird am 17. August ausgestrahlt; er hat Thomas Mann aufs Korn genommen.
Travemünde bietet sich in zweierlei Hinsicht für diese Sendung an: Zunächst wird im benachbarten Lübeck in der kompletten Vorwoche eine Tagung zu Thomas Mann stattfinden, die von zahlreichen Einzelveranstaltungen der Thomas-Mann-Gesellschaft, dem Buddenbrook-Haus und dem S. Fischer Verlag begleitet wird. Neben dieser Nähe zu Thomas Manns Geburtsstadt ist Travemünde ein Ort von Thomas Manns Jugend – der der Sommerfrische und jenseits des Alltags. Welche Bücher sich das Quartett diesmal vornehmen wird, ist noch nicht bekannt – zu erwarten sind mit Sicherheit kompetente Leseempfehlungen von Texten Thomas Manns, denen eine große Öffentlichkeit bislang verwehrt blieb.
"Neue Rundschau" mit Schwerpunkt Thomas Mann
Thomas Mann lesen, 130 Jahre nach seiner Geburt, 50 Jahre nach seinem Tod. Diese Herausforderung haben in der jüngsten Ausgabe der „Neuen Rundschau“ sechs Autoren angenommen: Richard Powers berichtet von seiner Lektüre in den Bostoner Docks der 1980er Jahre – nächtliche Lektüre inspirierte ihn, Boston zu verlassen und sich vom „Thomas-Mann-Fieber“ anstecken zu lassen. Ein Lesetagebuch aus Buenos Aires legt Alberto Miguel vor – Erinnerungen an den „Zauberberg“, an das Reisen, die Emigration. An den Lido des „Tod in Venedig“ kehrt Michael Cunningham zurück und folgt in seinen Reflexionen Aschenbach und einigen Zeitgenossen. „Der Zauberberg stimmt nicht“, das postuliert Dieter Forte in seiner Skizze zu „Roman und Realität“. Besucht man das „Waldhaus“ in Davos, so kann man kaum anders als enttäuscht sein über die Unterschiede zu Manns psychologischen Alpenpanorama. Michael Lentz interessiert der Tod, Thomas Manns Sterben, der Schwächeanfall, seine Brille, letzte Dinge. Dabei schlägt er eine Brücke zur Sprache, die mit Manns Texten lebt und ins „vegetative Nervensystem“ der deutschen Literatur eingesickert ist. Mehr Informationen unter http://www.fischerverlage.de/page/nr_das_aktuelle_heft&_content_sort=jahr,heftnum
Thomas Mann lesen, 130 Jahre nach seiner Geburt, 50 Jahre nach seinem Tod. Diese Herausforderung haben in der jüngsten Ausgabe der „Neuen Rundschau“ sechs Autoren angenommen: Richard Powers berichtet von seiner Lektüre in den Bostoner Docks der 1980er Jahre – nächtliche Lektüre inspirierte ihn, Boston zu verlassen und sich vom „Thomas-Mann-Fieber“ anstecken zu lassen. Ein Lesetagebuch aus Buenos Aires legt Alberto Miguel vor – Erinnerungen an den „Zauberberg“, an das Reisen, die Emigration. An den Lido des „Tod in Venedig“ kehrt Michael Cunningham zurück und folgt in seinen Reflexionen Aschenbach und einigen Zeitgenossen. „Der Zauberberg stimmt nicht“, das postuliert Dieter Forte in seiner Skizze zu „Roman und Realität“. Besucht man das „Waldhaus“ in Davos, so kann man kaum anders als enttäuscht sein über die Unterschiede zu Manns psychologischen Alpenpanorama. Michael Lentz interessiert der Tod, Thomas Manns Sterben, der Schwächeanfall, seine Brille, letzte Dinge. Dabei schlägt er eine Brücke zur Sprache, die mit Manns Texten lebt und ins „vegetative Nervensystem“ der deutschen Literatur eingesickert ist. Mehr Informationen unter http://www.fischerverlage.de/page/nr_das_aktuelle_heft&_content_sort=jahr,heftnum
Michael Lentz über Konrad Kellen
Nein, ein Eckermann-Typus war Konrad Kellen sicherlich nicht. Der 1913 geborene Emigrant war in den Jahren 1941-1943 Privatsekretär Thomas Manns. Der Emigrant Kellen (ursprünglich von Katzenellenbogen) gab S. Fischer Autor Michael Lentz mehrere Interviews, die der Bayerische Rundfunk nun ergänzt um andere Materialien als Collage sendet. Die Gespräche drehen sich um das zentrale Thema Emigration, das Mann im letzten seiner Josephs-Romane behandelte. In Joseph der Ernährer stellt Mann einen erfolgreichen Exilanten vor - aus biblischen Tagen natürlich. Die Ausstrahlung um 20:30 auf BR 2 wird morgen, am 24. Mai 2005, um 15 Uhr wiederholt.
Nein, ein Eckermann-Typus war Konrad Kellen sicherlich nicht. Der 1913 geborene Emigrant war in den Jahren 1941-1943 Privatsekretär Thomas Manns. Der Emigrant Kellen (ursprünglich von Katzenellenbogen) gab S. Fischer Autor Michael Lentz mehrere Interviews, die der Bayerische Rundfunk nun ergänzt um andere Materialien als Collage sendet. Die Gespräche drehen sich um das zentrale Thema Emigration, das Mann im letzten seiner Josephs-Romane behandelte. In Joseph der Ernährer stellt Mann einen erfolgreichen Exilanten vor - aus biblischen Tagen natürlich. Die Ausstrahlung um 20:30 auf BR 2 wird morgen, am 24. Mai 2005, um 15 Uhr wiederholt.

Thomas Mann – Hanseat und Humanist, Repräsentant Deutschlands und Weltbürger, Nestbeschmutzer und Homoerotiker, Jahrhundertschriftsteller und Selbstdarsteller in einer Person. Vor fünfzig Jahren starb Thomas Mann. Seit fünfzig Jahren lebt er weiter in wechselnder Wahrnehmung, menschlich nah und mythisch entrückt, kritisiert und verehrt, aber auch verstanden? Die Vielzahl der Stimmen formen nicht ein Bild allein, sie schaffen Bildnisse, die herausfordern.
Eine Installation aus Wort und Bild, Ton und Film erzählt erstmalig von diesem „zweiten Leben“ Thomas Manns, davon, wie er gesehen werden wollte und wie er gesehen wurde. Die Geschichte seiner fünfzigjährigen Wirkung – sie ist auch die Geschichte einer medialen Inszenierung Thomas Manns. An historischem Ort, unter dem gotischen Gewölbe der Lübecker Katharinenkirche aus dem 14. Jahrhundert, wird diese Wirkungsgeschichte mit moderner Ausstellungsgestaltung re-inszeniert.
Eine Ausstellung des Buddenbrookhauses.
Katharinenkirche, Königstraße, 23552 Lübeck
21. Mai – 31. Oktober 2005, täglich 10 – 18 Uhr
Informationen: www.buddenbrookhaus.de

Das große Thomas-Mann-Gewinnspiel
auf "Klassik Radio"
Freuen Sie sich auf das große Thomas-Mann-Gewinnspiel in Zusammenarbeit mit "Klassik Radio"! Ab 3. Mai, und dann jeden Dienstag und Freitag um 9.20 Uhr bis zum 29. Juli wird in den Radiosendungen eine Textpassage aus Thomas Mann vorgelesen und drei mögliche Antworten vorgegeben. Bücherpakete und ein Wochenende in Lübeck für 2 Personen sind zu gewinnen!
Amerikanische Oper: "Mario und der Zauberer"
Der Musiktheaterkomponist Francis Thorne hat diese Novelle Thomas Manns nun mit einem Libretto von J. D. McClatchy auf die Bühne gebracht. Das legendäre Magazin "The New Yorker" weist in seiner aktuellen Ausgabe extra auf die Premiere am 29. April hin. Für Kurzentschlossene sind nach Karten am Kaye Playhouse des Hunter College (Park Ave. und 68th Str) zu bekommen. Mit dieser Produktion setzt sich der Trend der von Thomas Manns Erzählwerk im Medium der Oper fort; die jüngsten beispiele waren die Dramatisierungen des "Zauberberg" und des "Tod in Venedig". Auch wenn sich beide Stücke nicht im Repertoire des internationalen Musiktheaters angekommen sind, so ist es doch erstaunlich, wie sehr Thomas Mann zeitgenössische Opernkomponisten beeinflusst und herausfordert. Vielleicht Nachwirkungen des "Dr. Faustus"?
Weitere Hinweise unter: http://kayeplayhouse.hunter.cuny.edu/calendar.shtml und
Der Musiktheaterkomponist Francis Thorne hat diese Novelle Thomas Manns nun mit einem Libretto von J. D. McClatchy auf die Bühne gebracht. Das legendäre Magazin "The New Yorker" weist in seiner aktuellen Ausgabe extra auf die Premiere am 29. April hin. Für Kurzentschlossene sind nach Karten am Kaye Playhouse des Hunter College (Park Ave. und 68th Str) zu bekommen. Mit dieser Produktion setzt sich der Trend der von Thomas Manns Erzählwerk im Medium der Oper fort; die jüngsten beispiele waren die Dramatisierungen des "Zauberberg" und des "Tod in Venedig". Auch wenn sich beide Stücke nicht im Repertoire des internationalen Musiktheaters angekommen sind, so ist es doch erstaunlich, wie sehr Thomas Mann zeitgenössische Opernkomponisten beeinflusst und herausfordert. Vielleicht Nachwirkungen des "Dr. Faustus"?
Weitere Hinweise unter: http://kayeplayhouse.hunter.cuny.edu/calendar.shtml und
Thomas Mann: Intensivlektüre
Thomas Mann neu lesen: Bekanntes und Unbekanntes in den Erzählungen
Unter diesem Motto steht das Wochenende vom 24.-25. Juni am Nordkolleg in Rendsburg. In der ruhigen Atmosphäre der Akademie am Nord-Ostsee-Kanal erhält ein überschaubarer Kreis von Literaturfreunden Gelegenheit, mit wissenschaftlicher Begleitung Texte Thomas Manns neu zu erarbeiten, neue Aspekte kennen zulernen. Im Zentrum werden „Das Wunderkind“, „Gladius Die“ und „Wälsungenblut“ stehen und aus aktuellem Anlass Thomas Manns Schillernovelle „Schwere Stunde“. Weitere Informationen gibt Britta Lange vom Nordkolleg unter literatur@nordkolleg.de und telefonisch unter 04331/143811.
Thomas Mann neu lesen: Bekanntes und Unbekanntes in den Erzählungen
Unter diesem Motto steht das Wochenende vom 24.-25. Juni am Nordkolleg in Rendsburg. In der ruhigen Atmosphäre der Akademie am Nord-Ostsee-Kanal erhält ein überschaubarer Kreis von Literaturfreunden Gelegenheit, mit wissenschaftlicher Begleitung Texte Thomas Manns neu zu erarbeiten, neue Aspekte kennen zulernen. Im Zentrum werden „Das Wunderkind“, „Gladius Die“ und „Wälsungenblut“ stehen und aus aktuellem Anlass Thomas Manns Schillernovelle „Schwere Stunde“. Weitere Informationen gibt Britta Lange vom Nordkolleg unter literatur@nordkolleg.de und telefonisch unter 04331/143811.
49 Fragen für Ihre eine Antwort
Bis zum 1. Mai 2005 belohnen wir Thomas-Mann-Leser, die einen Text über einen besonderen Leseeindruck in unserer Rubrik Lesebegegnungen einstellen mit einem Gratisexemplar des soeben erschienen Taschenbuches von Thomas Klugkist: 49 Fragen und Antworten zu Thomas Mann. Das originelle Leseerlebnis sollte eine Länge von mindestens 1.000 und höchstens 2.000 Zeichen haben und wird bei entsprechender Eignung veröffentlicht. Wir bedanken uns bei allen, die sich an der Aktion beteiligen und denen etwas besonderes zu Thomas Mann einfällt. Bitte vergessen Sie nicht, auch Ihre Adresse in das Textfeld für unseren internen Gebrauch einzutragen.
>> http://www.thomasmann.de/thomasmann/lesebegegnungen/
Bis zum 1. Mai 2005 belohnen wir Thomas-Mann-Leser, die einen Text über einen besonderen Leseeindruck in unserer Rubrik Lesebegegnungen einstellen mit einem Gratisexemplar des soeben erschienen Taschenbuches von Thomas Klugkist: 49 Fragen und Antworten zu Thomas Mann. Das originelle Leseerlebnis sollte eine Länge von mindestens 1.000 und höchstens 2.000 Zeichen haben und wird bei entsprechender Eignung veröffentlicht. Wir bedanken uns bei allen, die sich an der Aktion beteiligen und denen etwas besonderes zu Thomas Mann einfällt. Bitte vergessen Sie nicht, auch Ihre Adresse in das Textfeld für unseren internen Gebrauch einzutragen.
>> http://www.thomasmann.de/thomasmann/lesebegegnungen/
Sämtliche Erzählungen Thomas Manns in einem Band
Im April 2005 bringt der S. Fischer Verlag eine limitierte Sonderauflage mit einem besonderem Einband, der sämtliche Erzählungen Thomas Manns enthält – von Vision bis zur Betrogenen.
Im April 2005 bringt der S. Fischer Verlag eine limitierte Sonderauflage mit einem besonderem Einband, der sämtliche Erzählungen Thomas Manns enthält – von Vision bis zur Betrogenen.
Lesen Sie Thomas Manns Frühe Erzählungen auf philologisch neuer Basis
Wer kennt nicht den Tod in Venedig? Seit Dezember letzten Jahres sind drei neue Bände der Großen kommentierten Frankfurter Ausgabe (GKFA) bei S. Fischer lieferbar – unter anderem die frühen Erzählungen. Für diesen Band haben wir mit Terence J. Reed einen der weltweit besten Thomas Mann-Kenner gewinnen können, der nicht nur einen soliden und spannend zu lesenden Kommentar zusammengestellt hat, sondern der auch die Textgrundlage dieser kanonischen Texte einer Revision unterzogen hat. Da er oft nicht der Handschrift, sondern zeitnahen Druckversionen den Vorzug gibt, lesen sich Erzählungen wie Der kleine Herr Friedemann und Tonio Kröger etwas anders. Zu nennen sei auch der Schluss der Novelle Wälsungenblut. Wer denkt, zu diesen Erzählungen sei das letzte Wort bereits gesagt, kann bei Terence J. Reed zahlreiche Anregungen erhalten, diese Klassiker europäischer Novellistik neu zu entdecken. Wir laden Sie ein, in Text und Kommentar der Erzählung Die Hungernden in der GKFA-Version zu blättern.
Wer kennt nicht den Tod in Venedig? Seit Dezember letzten Jahres sind drei neue Bände der Großen kommentierten Frankfurter Ausgabe (GKFA) bei S. Fischer lieferbar – unter anderem die frühen Erzählungen. Für diesen Band haben wir mit Terence J. Reed einen der weltweit besten Thomas Mann-Kenner gewinnen können, der nicht nur einen soliden und spannend zu lesenden Kommentar zusammengestellt hat, sondern der auch die Textgrundlage dieser kanonischen Texte einer Revision unterzogen hat. Da er oft nicht der Handschrift, sondern zeitnahen Druckversionen den Vorzug gibt, lesen sich Erzählungen wie Der kleine Herr Friedemann und Tonio Kröger etwas anders. Zu nennen sei auch der Schluss der Novelle Wälsungenblut. Wer denkt, zu diesen Erzählungen sei das letzte Wort bereits gesagt, kann bei Terence J. Reed zahlreiche Anregungen erhalten, diese Klassiker europäischer Novellistik neu zu entdecken. Wir laden Sie ein, in Text und Kommentar der Erzählung Die Hungernden in der GKFA-Version zu blättern.
Große kommentierte Frankfurter Ausgabe
Am 17. Dezember letzten Jahres sind pünktlich drei weitere Bände der Großen kommentierten Frankfurter Ausgabe (GKFA) von Thomas Manns Werken erschienen. Sieben Herausgeber und ein Lektorenteam haben dafür gesorgt, dass dieses Editionsprojekt einen entscheidenden Schritt vorangekommen ist. Der S. Fischer Verlag ist stolz, dem Lesepublikum und der Fachöffentlichkeit diese Bände vorstellen zu dürfen:
Frühe Erzählungen 1893-1912
Herausgegeben von Terence J. Reed unter Mitarbeit von Malte Herwig
Königliche Hoheit (1909)
Herausgegeben von Heinrich Detering in Zusammenarbeit mit Stephan Stachorski
Briefe II 1914-1923
Herausgegeben von Cornelia Bernini, Thomas Sprecher und Hans Rudolf Vaget
Am 17. Dezember letzten Jahres sind pünktlich drei weitere Bände der Großen kommentierten Frankfurter Ausgabe (GKFA) von Thomas Manns Werken erschienen. Sieben Herausgeber und ein Lektorenteam haben dafür gesorgt, dass dieses Editionsprojekt einen entscheidenden Schritt vorangekommen ist. Der S. Fischer Verlag ist stolz, dem Lesepublikum und der Fachöffentlichkeit diese Bände vorstellen zu dürfen:
Frühe Erzählungen 1893-1912
Herausgegeben von Terence J. Reed unter Mitarbeit von Malte Herwig
Königliche Hoheit (1909)
Herausgegeben von Heinrich Detering in Zusammenarbeit mit Stephan Stachorski
Briefe II 1914-1923
Herausgegeben von Cornelia Bernini, Thomas Sprecher und Hans Rudolf Vaget






















